Video: Kindle Fire HD - Test
Das Kindle Fire HD nutzt eine angepasste Version von Android, die wie ein Schaufenster für digitale Inhalte aussieht. Golem.de testet das neue Tablet von Amazon, das optional mit Werbung im Lockscreen 15 Euro günstiger zu haben ist.
Das Kindle Fire HD dient fast ausschließlich als Plattform für bei Amazon gekaufte digitale Inhalte. Das 7-Zoll-Tablet hat eine Oberfläche, die an einen Online-Shop erinnert. Darunter verbirgt sich eine angepasste Version von Android 4.0.3.
Die Variante des Tablets mit Werbung kostet 200 Euro. Die Werbung wurde in den Startbildschirm der preiswerteren Version integriert und fällt kaum auf. Ohne Werbung kostet das Tablet 15 Euro mehr.
Apps können nur aus dem Amazon Store, nicht über Googles Play Store bezogen werden. Amazons Angebot ist aber ähnlich umfangreich wie das von Google.
Amazon hat sein Video-Angebot Lovefilm integriert. Es ist nicht besonders aktuell. Das Kindle Fire HD spielt eigene 1080p-Videos klaglos ab, bindet sie allerdings nicht in seine Software ein.
Für eigene Inhalte wird aber unter Umständen ein externer Player benötigt, der auch zusätzliche Formate unterstützt.
Der 7-Zoll-Bildschirm hat eine Auflösung von 1280 x 800 und ist deutlich heller als der von Google Nexus 7.
An den Rändern hat das Display des Kindle Fire ein Ausleuchtungsproblem, was zu einer leichten Vignettierung führt.
Das Kindle Fire HD hat ein Omap-SoC, auf dem ein Zweikernprozessor zum Einsatz kommt. Er kann mit bis zu 1,2 GHz getaktet werden.
Die SGX-540-GPU kommt von PowerVR. Manche Inhalte, etwa die Liste der verfügbaren Applikationen oder Webseiten im Browser, ruckeln deutlich beim Scrollen.
Das Kindle Fire lässt sich mit einem Micro-HDMI Kabel an einen externen Bildschirm anschließen.
Amazons Tablet ist etwas schwerer als das Nexus 7. Nervig sind die fast plan in den Rahmen des Geräts eingelassenen Schalter, die kaum zu ertasten sind.
Die Rückseite ist aus Plastik und hat eine gummiartige Oberfläche. Damit liegt das Tablet gut in der Hand.
Fazit
Dass Amazons Tablet für die Verwendung mit seinem Online-Angebot und seinem Cloud-Speicher ausgerichtet ist, ist offensichtlich. Versierte Android-Benutzer werden mit dem Kindle Fire Dwenig anfangen können. Für diese Zielgruppe ist es aber auch gar nicht gedacht.
Wer ein umfassendes Angebot von digitalen Inhalten jenseits von iTunes und ganz ohne Computer nutzen will, sollte sich das Tablet ansehen. Es ist bis auf einige Macken ein ordentliches Gerät.