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Current Exhibitions

The Deutsche Fotothek regularly organizes exhibitions in Dresden and elsewhere, mostly with partners, above all with the F.C. Gundlach Foundation and the LVR-LandesMuseum Bonn.

Martin Langer: Chaostage, Hannover

Deutschland um 1980

08.10.24 — 7.4.25
Altonaer Museum, Hamburg

Ingolf Thiel

Moderne Gefühle. Fotografien von Ingolf Thiel

29.11.24 — 21.4.25
Museum im Prediger, Schwäbisch Gmünd

Dirk Reinartz

Dirk Reinartz — Kein schöner Land ...

6.12.24 — 2.3.25
f³. freiraum für fotografie, Berlin-Kreuzberg

Dirk Reinartz

Longeaffairs extra: Lieblingsbilder gesucht!

26.01.24 – 14.03.25
SLUB Dresden, Bib-Lounge


Flashback: Exhibitions 2024

An anniversary year — seven exhibitions at the SLUB Dresden, another one in the city and another four together with our partners elsewhere.

To mark the anniversary, photographic positions from the Archive of Photographers were presented in four exhibitions in the SLUB's book museum under hashtags that also describe the Deutsche Fotothek itself: #MITTENDRIN, #BUNT, #MODERN and #INTENSIV. The selection reflects the broad spectrum of what photography is: documentation, art, reportage, advertising and experiment - with well-known names and those that are new to discover.

The four main exhibitions were accompanied by the Dunkelkammer presentation in the centre of the Book Museum, which playfully and associatively tells a media history of photography. The exhibition Alles fürs Auge! (Everything for the Eye!) in the "Galerie am Lesesaal" is dedicated to the history of the Deutsche Fotothek using photographs, objects and archive material. A special edition of Loungeaffairs in the Bib-Lounge cafeteria presented "Lieblingsbilder — Favourite Pictures" by our colleagues, partners and photographers..


Other Exhibitions 2024 at SLUB Dresden

26.01.24 – 11.01.25 | SLUB Dresden, Buchmuseum

DUNKELKAMMER. EINE (UNVOLLSTÄNDIGE) MEDIENGESCHICHTE DER FOTOGRAFIE IN 14 KAPITELN

Dunkelkammer

26.01.24 – 11.01.25 | SLUB Dresden, Galerie am Lesesaal

ALLES FÜRS AUGE! VON DER LANDESBILDSTELLE ZUM ARCHIV DER FOTOGRAFEN

Alles fürs Auge!

26.01.24 – 25.01.25 | SLUB Dresden, Bib-Lounge

LOUNGEAFFAIRS EXTRA. LIEBLINGSBILDER GESUCHT!

Lieblingsbilder Gesucht!

Exhibition Deutsche Fotothek Fellowship

100 years of the Deutsche Fotothek was the occasion to stimulate artistic-photographic production in dialogue with the image collection. As part of a fellowship, photographer Bastian Gehbauer (*1985) realised his interpretation of the furniture photographs by Friedrich Weimer (1913 - 2008).

23.05.24 — 29.06.24 | bautzner69 / publish&print, Dresden

BASTIAN GEHBAUER. CORPUS (2023)

Bastian Gehbauer. Corpus (2023)

Deutsche Fotothek elsewhere 2024

Brück & Sohn

Budapest. The First Golden Age

Stereograms and Postcard Images from the Collections of Fortepan and Deutsche Fotothek (1903 — 1912)

15.11.23 — 07.04.24
National Gallery of Hungary, Budapest

Dirk Reinartz

Dirk Reinartz - Fotografieren, was ist

16.05.24 — 15.09.24
LVR-LandesMuseum, Bonn


More Exhibitions elsewhere 2024

01.06. – 14.07.24 | Magdalenenkapelle, Burgdorf

Christian von Alvensleben - MeeresFrüchte

Christian von Alvensleben

23.05. – 28.07.24 | Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund, Berlin

Der Fotograf Paul Wolff (1876 - 1947)

Paul Wolff

11.04. – 30.09.24 | Rathaus Rochlitz

Augenblicke von Licht und Schatten. Der Tierfotograf Rudolf Zimmermann

Rudolf Zimmermann

Exhibitions 2023

Ducy domoj – Unterwegs nach Hause. Jürgen Matschie, Fotografien 1972 bis 2022

Sorbisches Museum
Ortenburg 3, 02625 Bautzen
12. November 2023 bis 25. Februar 2024

Zur Ausstellung ist eine gleichnamige umfangreiche Monografie mit Beiträgen von Merana Cušcyna, Agnes Matthias, Alexander Polk und Marius Winzeler im Domowina-Verlag, Bautzen, erschienen.

Seit fünfzig Jahren befasst sich der Fotograf Jürgen Matschie, dessen Lebenswerk 2022 in das "Archiv der Fotografen" der Deutschen Fotothek aufgenommen worden ist, mit der zweisprachigen Lausitz als Kulturlandschaft und den Menschen in ihr. Als Chronist in der Tradition einer sozialdokumentarischen Fotografie hält er die sozialen Veränderungen, gesellschaftlichen Umbrüche, industriellen und landwirtschaftlichen Wandlungsprozesse mit seiner subjektiven Sicht fest. Das sind eingehende Erkundungen in den sorbischen Dörfern der 1980er Jahre, Entdeckungen in Osteuropa, beklemmende Landschaftsbilder, aber auch Porträtfotografien von Künstlerkollegen und Bewohnern seines Heimatdorfes.

In seinen Fotografien wahrt Jürgen Matschie die Balance zwischen Nähe und Distanz, meidet oft erwünschte Klischees. Er hinterfragt mit seinem künstlerischen Weg die eigene Identität: Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo ist mein Zuhause, meine Erdung?

In Kooperation mit der Deutschen Fotothek richtet das Sorbische Museum dem in Bautzen lebenden sorbischen Künstler Jürgen Matschie aus Anlass seines 70. Geburtstags eine umfassende Personalausstellung mit Werken aus, die von den fotografischen Anfängen bis in die heutige Zeit reichen.

loungeaffairs #5

Christian von Alvensleben - MeeresFrüchte

SLUB Dresden, Bib-Lounge, Zellescher Weg 18, 01054 Dresden,
5. April 2023 bis 6. Januar 2024
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation in einer Auflage von 180 Exemplaren zum Preis von 10 € erschienen. 15 Vorzugsexemplare enthalten zusätzlich einen signierten Print von Christian von Alvensleben (120 €).
Bestelladresse: www.hesperusprint-shop.de/de/loungeaffairs-5-christian-von-alvensleben-meeresfruechte.html

Regelmäßig war Christian von Alvensleben mit seiner Frau auf der griechischen Insel Rhodos zu Gast, und bereits vor zwanzig Jahren begannen sie, an den einsamen Stränden der Insel die Reste angespülter Gebrauchsgegenstände aufzusammeln. Oft sind diese Objekte kaum noch zu erkennen, sind durch den Zersetzungsprozess des Salzwassers und die ständige Bewegung des Meeres zu bizarren Farb- und Formobjekten verfremdet. Wie kostbare Designerstücke im Studio inszeniert und mit modernster Technik analog fotografiert, verfehlen die Abfall- und Wegwerfprodukte einer übersättigten Konsumgesellschaft ihre Wirkung nicht: ein großer visueller Auftritt zwischen Faszination und Erschrecken. Schönheit wird bei Christian von Alvensleben zum Mittel der Aufklärung – was kann Fotografie Besseres leisten?

Christian von Alvensleben (*1941 in München) hat sich immer als Allrounder verstanden, der sich zwischen Auftrag und freier Arbeit, zwischen Werbung und Mode, Reportage und Essay bewegt. Bekannt wurde er durch seine Produktionen für Editorial und Werbung, vor allem in den Bereichen Architektur, Interior, Mode, Beauty, Food, People und Stills. Seine Arbeiten erschienen u. a. Der Feinschmecker, FAZ, Geo, Merian, Der Spiegel, Stern, Vanity Fair und Vogue. Christian von Alvensleben lebt und arbeitet mit seiner Frau Helga in Bad Oldesloe in der Nähe von Hamburg.

Der große Schwof. Feste feiern im Osten

Kunstsammlung Jena, Markt 7, 07743 Jena
1. Juli bis 15. Oktober 2023

Mit Fotografien von Christian Borchert und Wolfgang G. Schröter aus der Deutschen Fotothek und vielen weiteren Fotografinnen und Fotografen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Es ist kein Geheimnis: Kunst aus dem Osten hat es schwer, bis heute. Auch nach mehr als 30 Jahren hat sich daran nur wenig geändert.
Die Jenaer Ausstellung untersucht den Osten mit künstlerischen Mitteln in zumeist nichtkünstlerischen Bereichen. Es geht um etwas ganz Essenzielles, um etwas, dass in geschlossenen Gesellschaften eine hohe Relevanz besitzt: Es geht um Feste und um die Art und Weise diese zu feiern!
Gezeigt werden rund 300 Fotografien von 31 Künstlerinnen und Künstlern, die dieses privat und öffentlich so gewichtige Thema zu Anlässen und mit ihren künstlerischen Handschriften bis in die Zeit der Wende darstellen und hinterfragen. Die Kapitel sind verrückt, langweilig, von außerordentlicher Schönheit oder so stumpf wie ein normierter Alltag nur sein kann. Sie sind so heterogen wie das Leben und die Lebenserfahrungen in diesem untergegangenen Land waren.
Feiern, Tanzen, Trinken: Zu allen Zeiten galt „Schwofen“ als willkommenes Ventil für aufgestaute Energien, die aus dem Diktat von Meinungen, Redeverboten, Diskreditierungen und einer Bevorteilung opportunistischer Verhaltensweisen erwachsen sind. Die Menschen trafen sich spontan und mehr oder weniger organisiert, in privaten oder inoffiziellen geselligen, oft eigens dafür geschaffenen Nischen. Jenseits der Zwänge des Alltags und verordneter Ideologie entzog sich dieses „andere“ Leben weitgehend offizieller Kontrolle und eröffnete wohltuende Freiräume.
Gezeigt werden nicht nur bekannte und oft reproduzierte Fotografien, sondern auch zahlreiche neue und unbekannte Werke, deren phänomenologischer oder künstlerischer Beitrag zur Ausstellung kaum geringer ist und oftmals in sehr private oder regionale Bereiche vordringt. Jenseits aller Klischees vom grauen Osten und tagtäglicher Überwachung zeigt die Ausstellung ein höchst überraschendes Stück Alltagskultur – lebendig, bunt und vielfältig.

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung:

Claus Bach, Tina Bara, Sibylle Bergemann, Christian Borchert, Christiane Eisler, Gerhard Ga¨bler, Wolfgang Gregor, Harald Hauswald, Bernd Hiepe, Harald Hirsch, Jürgen Hohmuth, Thomas Kläber, Eberhard Klöppel, Bertram Kober, Werner Lieberknecht, Ute Mahler, Werner Mahler, Olaf Martens, Roger Melis, Florian Merkel, Barbara Metselaar Berthold, Ludwig Rauch, Andreas Rost, Jens Rötzsch, Ludwig Schirmer, Erasmus Schröter, Wolfgang G. Schröter, Maria Sewcz, Gabriele Stötzer, Ines Thate-Keler, Gerhard Weber.
Die Ausstellung wird gemeinsam mit der Kuratorin Petra Göllnitz realisiert. Begleitend erscheint ein Katalog mit ca. 224 Seiten. Weitere Stationen der Schau werden das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK) Cottbus/Frankfurt und die Kunsthalle Rostock sein.

Augenblicke von Licht und Schatten. Der Tierfotograf Rudolf Zimmermann

Museum für Naturkunde Chemnitz, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz
6. Juli bis 15. Oktober 2023

Zur Ausstellung mit 50 Fotografien aus der Deutschen Fotothek ist eine von Jens Hering, Marc Rohrmüller und Dirk Tolkmitt herausgegebene Begleitpublikation erschienen.

Vor einem Jahrhundert durchwanderte der sächsische Naturforscher Rudolf Zimmermann (1878-1943) Wald und Flur auf der Suche nach Vögeln, Lurchen und Kleinsäugern. Die Ausstellung "Augenblicke von Licht und Schatten" gibt einen Einblick in das vielseitige Schaffen des gebürtigen Rochlitzers. Neben faszinierenden Schwarzweißaufnahmen werden die Originalkamera, Glasnegative und ausgewählte Publikationen Zimmermanns präsentiert.

Frank Höhler - Fotografie

In Kooperation der Deutschen Fotothek mit dem Leonhardi-Museum

Leonhardi-Museum Dresden, Grundstraße 26, 01326 Dresden,
22. April 2023 bis 18. Juni 2023
Öffnungszeiten: Di–Fr: 14 – 18 Uhr, Sa und So: 10–18 Uhr

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation in der Reihe "archiv der fotografen" erschienen (29,95 €).

Frank Höhler, 1955 in Magdeborn bei Leipzig geboren, ist seit 1984 in Dresden als Fotograf präsent. Zunächst am Staatlichen Museum für Tierkunde, dann (neben seiner Ausbildung zum Fotografen an der TU Dresden und dem Fernstudium an der HfGB Leipzig bei u. a. Arno Fischer) in seiner Arbeit für die Dresdner Philharmonie und verschiedene Verlage, immer auch im eigenen Auftrag. Nach seiner Ausstellung 2020 im Stadtmuseum mit den Porträts von Dirigenten und Solisten zeigen wir in unserer Fotografie-Reihe nun Porträts von Bildenden Künstlern und Dichtern, vorrangig aus Dresden.

Ingolf Thiel. Moderne Gefühle

Fotografien 1975 - 1985

An drei Orten in der SLUB Dresden
3. November 2022 bis 25. März 2023

  • Corty Galerie: Moderne Gefühle. Freie Arbeiten und Arbeiten für die Bühne
    Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr

  • Bib-Lounge: Leute von heute, von sich selbst fotografiert
    Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-19 Uhr

  • Galerie am Lesesaal: Körperbilder. Auftragsarbeiten und fotografische (Selbst-)Reflexion
    Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-24 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr

SLUB Dresden, Zellescher Weg 18, 01069 Dresden

Ausstellungseröffnung: 2. November 2022, 19 Uhr — Sie sind herzlich eingeladen!

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Sandstein Verlag.

Ingolf Thiel (1943–1985) zählte um 1980 zu den innovativsten Fotografen in Deutschland. Er arbeitete für Industrie- und Modeunternehmen wie Daimler-Benz, Kodak, Bleyle, Breuninger oder Mustang. Seine Fotografien erschienen unter anderem in Elle, Gala, Linea Italiana, Nora und Playboy. Parallel dazu und mit zunehmendem Erfolg entstanden immer auch freie Arbeiten. In seinen fotografischen Schwarzweiß-Serien wird in exakten und unterkühlten Inszenierungen die melancholisch-romantische, desillusionierte Stimmung der No Future-Generation zur bestimmenden Grundierung der Motive. Doch Ingolf Thiel nur als Fotografen vorzustellen, griffe zu kurz. Thiel war ebenso Modedesigner, Kostümbildner, Schauspieler, Performer und Balletttänzer. Die ungeheure Dynamik der Zeit und der Punk Bewegung scheint er in einer Person aufgesogen zu haben. 2017 übernahm die Deutsche Fotothek den Nachlass des Fotografen und würdigt ihn nun in einer ersten großen Retrospektive.

Kuratoren: Jens Bove, Simone Fleischer

Photographing Photography

Ein Bildessay aus der Deutschen Fotothek

Ausstellungsraum bautzner69, Bautzner Str. 69, Dresden-Neustadt,
3. Februar bis 18. März 2023
Do-Sa 16-19 Uhr (und nach Vereinbarung: 0351 803 45 19, mail@publishandprint.de)

bautzner69/publish&print und die Deutsche Fotothek setzen ihre Kooperation mit einer neuen Ausstellung fort. „Photographing Photography“ geht der Frage nach, wie Fotografie im Medium selbst sichtbar (gemacht) wird. In Form eines installativ angelegten Bildessays wird die Ausstellung den Blick auf die Fotografie selbst lenken – in der vordigitalen Ära des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen Bilder aus einem Zeitraum von rund 100 Jahren, die Facetten von Fotografie zeigen: Die fotografische Situation und Praxis, Technik und Material sowie Studio und Schaukasten als Orte von Produktion und Distribution. Erzählt wird nicht nur von einer im Verschwinden begriffenen Technik und der damit verbundenen Bildkultur, sondern zugleich auch ein Einblick in Sozial- und Wirtschaftsgeschichte mit einem Schwerpunkt auf dem Osten Deutschlands gegeben. Bildhaft-assoziativ und etwas nostalgisch möchte die Ausstellung das „Machen“ und das „Gemachtsein“ von Fotografie – sei sie analog oder digital – wieder ins Bewusstsein holen.

Kuratorin: Agnes Matthias

Exhibitions 2022

loungeaffairs #4

Rudi Meisel. Autorast 1971

SLUB Dresden, Bib-Lounge, Zellescher Weg 18, 01054 Dresden,
6. April bis 16. Oktober 2022
veränderte Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-19 Uhr

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation in Form einer Archivbox in einer Auflage von 180 Exemplaren zum Preis von 10 € erschienen. 25 Vorzugsexemplare enthalten zusätzlich einen signierten Print von Rudi Meisel (150 €).
Bestelladresse: www.slubdd.de/autorastpublikation

Rund 50 Jahre ist es her, dass Rudi Meisel (*1949) auf Rastplätzen an der A 3 südlich von Köln fotografierte, damals noch Student an der Folkwangschule in Essen beim berühmten Otto Steinert. Doch in „Autorast 1971“ ist bereits zu entdecken, was ihn als Fotografen bis heute ausmacht: ein Ansatz, der ihn ganz nah an die Menschen herantreten lässt. Offen-interessiert, wahrt er doch beobachtende Distanz und hält fest, was sich im Rückblick nicht nur zu einer Situationsbeschreibung, sondern vielmehr zu einer zeitspezifischen Gesellschaftsstudie verdichtet.

Kuratorin: Agnes Matthias

Deutschland um 1980. Fotografien aus einem fernen Land

Fotografien von Mahmoud Dabdoub, Gerd Danigel, Barbara Klemm, Hans-Martin Küsters, Martin Langer, Angela Neuke und Ingolf Thiel.

In Kooperation der Deutschen Fotothek mit dem LVR-LandesMuseum Bonn und der Stiftung F.C. Gundlach im Rahmen des Archivs der Fotografen

LVR-Landesmuseum Bonn, Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn, 24. März bis 14. August 2022
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 23. März 2022.

Die Zeit um 1980 war eine Phase tiefgreifender Umbrüche und zugleich eine Epoche großer Zukunftsängste. Globales Wettrüsten, grassierende Umweltzerstörung und massenhafte Arbeitslosigkeit befeuerten eine allgemeine Untergangsstimmung, sorgten jedoch zugleich auch für einen extremen Kreativitätsschub. Punk und Pop trieben wilde Blüten und beeinflussten die künstlerische Avantgarde. Eine bunte Jugendkultur behauptete sich als Motor feministischer wie homosexueller Emanzipation. Reformparteien und Öko-Bauern standen plötzlich hoch im Kurs.
Die Ausstellung „Deutschland um 1980“ nähert sich dieser bewegten Zeit anhand von sieben fotografischen Positionen: Neben Arbeiten von Angela Neuke und Hans-Martin Küsters, deren Nachlässe das LVR-LandesMuseum Bonn beherbergt, sind Fotografien von Mahmoud Dabdoub, Gerd Danigel, Barbara Klemm, Martin Langer und Ingolf Thiel zu sehen. Ihre Arbeiten stammen aus den Archiven der Deutschen Fotothek Dresden und der Stiftung F.C. Gundlach Hamburg.
Höchst individuell blicken die sieben Fotografinnen und Fotografen auf die Entwicklungen in Deutschland um 1980: als freie Akteure, als Reportagefotografen im Auftrag von Zeitungen und Magazinen oder als Fotokünstler. Sie zeigen das facettenreiche Bild einer Epoche, die unserer Gegenwart ferngerückt zu sein scheint und dennoch bis heute vielfach nachwirkt.

Vom Leben im Schilf. Fotografien von Rudolf Zimmermann

In Kooperation mit Verein Sächsischer Ornithologen e.V. (VSO) und Staatsbetrieb Sachsenforst

Haus der Tausend Teiche, Warthaer Dorfstr. 29, 02694 Malschwitz OT Wartha,
12. März bis 29. August 2022
Ausstellungseröffnung: Freitag, 11. März 2022, 16 Uhr.

Der aus Rochlitz stammende Rudolf Zimmermann (1878-1943) zählt zu den Pionieren der Tierfotografie in Deutschland. Von herausragender Bedeutung für sein Werk sind die eindrucksvollen Aufnahmen der Vogelwelt der Oberlausitzer Teichlandschaft aus den 1920er und 1930er Jahren. Die Deutsche Fotothek und der Verein Sächsischer Ornithologen e.V. (VSO) veröffentlichen die Fotos nun gemeinsam in einem Bildband. Einige davon sind in der Sonderausstellung zu sehen. Die Ausstellungseröffnung beginnt mit einem kleinen Teichspaziergang. Anschließend kann die Ausstellung in Kleingruppen besichtigt werden.

Aus den Archiven IV

Fotografie in der Weimarer Republik

In Kooperation der Deutschen Fotothek mit dem LVR-LandesMuseum Bonn und der Stiftung F.C. Gundlach im Rahmen des Archivs der Fotografen

LVR-Industriemuseum Oberhausen, Peter-Behrens-Bau, Essener Straße 80, 46047 Oberhausen,
24. Januar bis 29. Mai 2022

Die Jahre der Weimarer Republik zwischen 1918 und 1933 spielten für die Entwicklung der Fotografie eine einzigartige Rolle. Der künstlerischen Fotografie des "Neuen Sehen", für dessen Erfindung und Verbreitung die russische Avantgarde und das Bauhaus stehen, traten als zweiter Schwerpunkt der Fotojournalismus und die Dokumentarfotografie gegenüber. Erfunden wurde die Bildreportage: Fotografie und Text verbanden sich nun kongenial auf der Suche nach journalistischer Wahrheit aber auch dem, was man dafür hielt oder was man dazu machen wollte. Fotografen wie Erich Salomon und Reporter wie Egon Erwin Kisch erlangten eine bisher nicht dagewesene Berühmtheit. Die Berliner Illustrierte war mit zeitweise 2 Millionen Exemplaren das weltweit auflagenstärkste Druckerzeugnis.
Die Präsentation nähert sich der Fotografie der Weimarer Republik aus einer neuen Perspektive, weder chronologisch, noch orientiert an bedeutenden Fotografinnen und Fotografen oder an künstlerischen Strömungen, sondern übergreifend anhand von Begriffen. Sie stehen für die wechselvolle Geschichte dieser Jahre: Revolution und Republik, Arbeiterfotografie, Sport und Bewegung, Architektur, Mode und Tanz sind nur einige der Themenfelder, anhand derer die verschiedenen medialen Formen der Fotografie in Form von Originalabzügen aus den Archiven mit Zeitschriften, Postkarten, Bildbänden, Plakaten und sonstigen Materialien zueinander in Beziehung gesetzt werden.
Die umfassenden Archive der Kooperationspartner und ausgewählte Leihgaben u.a. aus dem ullstein bild ermöglichen einen neuen Blick auf die Vielschichtigkeit des Weimarer Alltags – vom hoffnungsvollen Anfang 1918/19 bis zum Untergang 1933. Seite an Seite zeigt die Ausstellung die großen Fotografinnen und Fotografen der Zeit wie August Sander, Lotte Jacobi, Hugo Erfurth, Martin Munkacsi, Yva, Alfred Eisenstaedt, Erich Salomon, Umbo, Werner Mantz oder Albert Renger-Patzsch mit ehemals bekannten aber heute oft vergessenen Protagonisten. So entsteht in der Präsentation ein einzigartiger Einblick in die Kulturgeschichte der Weimarer Republik.

Exhibitions 2021

loungeaffairs #3

Jacques Schumacher - FRECH + FREI

SLUB Dresden, Bib-Lounge, Zellescher Weg 18, 01054 Dresden,
3. November 2021 bis 20 März 2022
veränderte Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-17 Uhr

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation in Form einer Archivbox in einer Auflage von 250 Exemplaren zum Preis von 10 € erschienen. 25 Vorzugsexemplare enthalten zusätzlich einen signierten Print von Jacques Schumacher (180 €).
Bestelladresse: https://www.fotografie-in-dresden.de/shop/

Jacques Schumacher ist Fotograf. Um genauer zu sein: "Porträt- und Akt-, Mode- und Lifestyle-Fotograf". Diese Aufzählung, wenngleich umfassend und treffend, wird dem Fotografen nicht ganz gerecht, denn sie unterschlägt seine hervorstechendste Eigenschaft: Humor! Motive mit Witz und die ironische Brechung kommerziell-fotografischer Konventionen bestimmen denn auch die Auswahl der Bilder in loungeaffairs #3.

Kuratorin: Simone Fleischer


Die Ausstellung konzentriert sich auf ein wesentliches Thema in Jacques Schumachers Arbeit: Die Inszenierung von Frauen. Dass ein Mode- und Life-stylefotograf zumeist mit weiblichen Models arbeitet, liegt nahe. Interessant werden die Aufnahmen aber dann, wenn man sich genauer anschaut, wie die Frauen gezeigt werden. Schnell wird bei Schumacher deutlich, dass er nicht an den Models vorbei inszeniert. Vielmehr bestimmen sie das Bild – und damit die Wahrnehmung des Betrachters – maßgeblich mit: durch selbstbewusste Blicke, körperliche Präsenz und – Jacques-Schumacher-typisch – durch humor- volles Unterlaufen so mancher Klischees. Was Jacques Schumacher zeigt, sind starke, individuelle Frauen in einer bunten Mode- und Hochglanzwelt, der sie sich nicht unterordnen, sondern die sie mitgestalten. Dabei ist das ironische Talent des Fotografen von Vorteil. Es sorgt dafür, dass die Dinge nicht allzu ernst genommen, sondern immer mal wieder gegen den Strich gebürstet werden. Zum Thema „Mode“ sind da schon mal Frauen ohne jedes Kleidungsstück zu sehen und die zu bewerbenden Männerhosen werden vom Model einfach weggepustet.

More than Bauhaus. German photography between the wars and Polish parallels

Eine Koooperation von Deutscher Fotothek, LVR-LandesMuseum Bonn, Stiftung F.C. Gundlach und ICC Krakau

International Cultural Centre Kraków (ICC), Rynek Glówny 25, 31-008 Kraków
8. Mai bis 1. August 2021

Die Ausstellung „More than Bauhaus. German photography between the wars and Polish parallels" (Nie tylko Bauhaus. Miedzywojenna fotografia niemiecka i polskie tropy) zeigt die turbulenten Jahre der Weimarer Republik und vor allem das Medium Fotografie an der Schwelle globaler Expansion. Mit deutscher Fotografie zwischen den Kriegen und polnischen Parallelen feiert das Internationale Kulturzentrum Krakau sein 30-jähriges Bestehen.

Kuratoren: Lothar Altringer, Jens Bove, Adelheid Komenda, Sebastian Lux, Natalia Zak

Als sich die Nachkriegswelt neu erfand, wurde die Fotografie neben dem Film zu einem modernen Medium des künstlerischen Ausdrucks, der Kommunikation und der Dokumentation. Sie begleitete die Epoche in ihrer Entwicklung und zeigte sie aus verschiedenen Perspektiven. Sie erfuhr zahlreiche thematische und ästhetische Wandlungen und gewann, unterstützt durch innovative Film- und Drucktechniken, eine einzigartige Qualität und Wirkung. Das fotografische Bild wurde nicht nur so bedeutsam wie das Wort, sondern vor allem auch zum Massenmedium.

Mehr als Bauhaus. Die Ausstellung erzählt einerseits von der überwältigenden Sehnsucht nach Normalität und den goldenen 1920er Jahren, als sich Europa von den Albträumen des Krieges erholen konnte. Andererseits zeigt sie aber auch eine Gesellschaft der Besiegten, die Erfahrung der Wirtschaftskrise und die wachsenden Spannungen, die Adolf Hitler zur Macht verhalfen. Ergänzt wird diese Geschichte durch Beispiele polnischer Fotografie jener Zeit, die im Dialog mit den deutschen Pendants Vergleiche anstellen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Erfahrungen beider Länder in der Zwischenkriegszeit aufzeigen sowie die Suche nach einer neuen Sprache der Fotografie verdeutlichen. Die Ausstellung führt in den kulturellen Kontext der Zwischenkriegszeit ein, erzählt aber auch eine Geschichte der Fotografie in ihren verschiedenen Dimensionen: künstlerisch, experimentell, aber auch fokussiert auf das "Hier und Jetzt" - eingesetzt für Reportage, Dokumentation, Werbung oder Mode.

Die Schau knüpft an die Ausstellungen zur Architektur der Unabhängigkeit in Mitteleuropa (2018-2019) und zur mitteleuropäischen Avantgarde (2019) an, die in der ICC-Galerie gezeigt wurden und sich mit der Kultur der Länder beschäftigten, die nach dem Ersten Weltkrieg in diesem Teil des Kontinents entstanden sind. Das Programm des ICC konzentriert sich auf die Reflexion des Konzepts des kulturellen Erbes und auf das Phänomen der Erinnerung, das in Mitteleuropa besonders interessant ist, einer Region, deren Geschichte im 20. Jahrhundert außergewöhnlich turbulent war. Es ist daher nicht überraschend, dass deutsche Kunst und Architektur auf der Agenda stehen. Bemerkenswert ist, dass die erste Ausstellung in der ICC-Galerie die Präsentation von Druckgrafiken des herausragenden deutschen Künstlers Georg Baselitz war (in Zusammenarbeit mit der Internationalen Triennale der Druckgrafik). Dieses Ereignis, zusammen mit der jetzigen Ausstellung, verbindet die dreißigjährigen Bemühungen um die Förderung der interessantesten Künstler und kulturellen Phänomene Mitteleuropas am Rynek Glówny 25 in Krakau - sagt Agata Wasowska-Pawlik, Direktorin des ICC. Den historischen Kontext bildet auch der dreißigste Jahrestag der Ratifizierung des Grenzvertrages an Oder und Neiße, der ein äußerst kompliziertes Kapitel in den Beziehungen zwischen Polen und dem vereinigten Deutschland im 20. Jahrhundert schloss.

Die Ausstellung ist eine modifizierte Version der Ausstellung „Fotografie in der Weimarer Republik“ (2019-2020), die im LVR-LandesMuseum in Bonn präsentiert wurde, ergänzt um Werke aus Polen. Die deutschen Kuratoren haben, inspiriert von Aby Warburgs Mnemosyne-Atlas, vierzehn leitende Themenbereiche definiert, um die wichtigsten Ereignisse, gesellschaftlichen Trends und vor allem die ästhetischen Tendenzen und visuellen Phänomene dieser Zeit zu zeigen. Neun davon, nämlich Revolution und die Geburt der Republik, Tanz, Porträt, Mode und Fotografie, Arbeit, Neus Sehen, Sport, Glanz und Elend und Epilog, werden in der ICC Galerie gezeigt.

Der historische Rahmen des deutschen Teils ist in den Jahren 1919-1933 angesiedelt, von der Weimarer Republik, die auf den Trümmern des deutschen Kaiserreichs entstand, bis zum dunklen Epilog, der das Kommen eines weiteren globalen Konflikts ankündigte. Die Gruppe der polnischen Werke umfasst auch Exponate aus einer späteren Zeit, was durch den universellen Charakter der dargestellten Phänomene und die Dynamik der Entwicklung der Fotografie in Polen bedingt ist, die sich von der deutschen unterschied. Es ist eine Art Bilderatlas, der uns diese kontrastreiche Zeit näher bringt. Fotografien von Künstlern wie Martin Munkácsi, Albert Renger-Patzsch, Martin Badekow, Hugo Erfurth oder Lotte Jacobi werden polnische Parallelen aus der Zwischenkriegszeit gegenübergestellt. Dieser zusätzliche Kontext erlaubt es - trotz scheinbar unterschiedlicher Erfahrungen - die Universalität der aufkommenden Trends zu zeigen, aber auch polnisch-deutsche Tropen durch die Linse einer Mikro-Geschichte, bestimmter Orte und Personen zu betrachten. Die Zwischenkriegszeit ist eine Welt der Bilder - sagt die polnische Kuratorin der Ausstellung, Natalia Zak.

Für die Künstler der Avantgarde schien die in den Alltag, die Wissenschaft und die Technologie eingebettete Fotografie mehr zu sein als nur eine neue Methode der Bilderzeugung - sie erlaubte ihnen, das Paradigma des Sehens und der Darstellung der Realität zu verändern. Die Neue Sachlichkeit wurde zu einem der modernen Trends in der fotografischen Ästhetik, die eine objektive Darstellung der Welt und die "Reinheit" der Bildsprache postulierte. Doch die gravierenden Veränderungen im politischen, sozialen und technologischen Leben hatten neben den hellen Seiten auch ihre Schatten. Veränderte Arbeitsbedingungen, die Wirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und Armut spiegelten sich in der Fotografie wider, die einerseits als Medium der Meinungsbildung fungierte und andererseits propagandistischer Manipulation diente.

Diese vielschichtige Erzählung spiegelt sich in der Vielfalt der fotografischen Genres wider, die in der Ausstellung in Form von über 300 klassischen Abzügen, aber auch durch Bücher und Zeitschriften präsentiert werden, weil sie die Vorstellungswelt des Publikums in den 1920er Jahren prägten. Die Besucher haben die Möglichkeit, die Arbeiten von Künstlern wie Martin Munkácsi, einem Meister der Pressefotografie, bekannt für dynamische Fotokompositionen, August Sander, Autor herausragender soziologischer Porträts, Albert Renger-Patzsch, führender Vertreter der Neuen Sachlichkeit, Yva (Else Neuländer-Simon), berühmt für Modefotografie, Karl Blossfeld, bekannt für seine präzisen Aufnahmen von Pflanzen, Alfred Eisenstaedt, dem Vater des Fotojournalismus, und der Fotografin Lotte Jacobi aus Poznan zu sehen. Polnische Meister sind u.a. vertreten durch Aleksander Krzywoblocki, einen auf surrealistische Fotografie spezialisierten Künstler, einen Verfechter der Avantgarde Janusz Maria Brzeski, die "Leica"-Expertin Zofia Chometowska, einen Meister der Porträtfotografie Benedykt Jerzy Dorys, den Doyen des polnischen Piktorialismus Jan Bulhak und Henryk Poddebski, einen hervorragenden Reporter und Chronisten der Zweiten Polnischen Republik.

Meisterwerke und Klassiker der deutschen Fotografie der Weimarer Zeit werden neben Arbeiten von Künstlern zu sehen sein, deren Werk für das polnische Publikum eine Entdeckung sein kann - wie Kurt Kranz, der mit dem Bauhaus in Verbindung gebracht wird, oder Hans Bresler, der das Phänomen der Arbeiterfotografie repräsentiert, das die Massenattraktivität und Demokratisierung der Fotografie manifestiert.

loungeaffairs #2

Luc Saalfeld - Backstage

SLUB Dresden, Bib-Lounge, Zellescher Weg 18, 01054 Dresden,
2. Februar bis 3. Oktober 2021
veränderte Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-17 Uhr

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation in Form einer Archivbox in einer Auflage von 250 Exemplaren zum Preis von 10 € erschienen. 25 Vorzugsexemplare enthalten zusätzlich einen signierten Print von Luc Saalfeld (180 €).

Luc Saalfeld, geboren 1975, arbeitet bevorzugt seriell. Indem er ein Thema aus immer wieder wechselnden Blickwinkeln und Standpunkten betrachtet, nähert er sich seinem Bildgegenstand analytisch und entlockt ihm neue Aspekte und Sichtweisen. Dabei enthüllen sich nicht selten auch formale Analogien, die das jeweilige Thema akzentuieren.

Kuratorin: Simone Fleischer

Immer wieder besuchte Luc Saalfeld Museums- und Sammlungsdepots, in denen er den besonderen Charakter dieser für die Öffentlichkeit normalerweise verschlossenen Räume festhielt. In der Ausstellung sind Bilder aus vier Serien zu sehen, in denen sich Luc Saalfeld dem musealen Raum gleichsam von der Rückseite nähert. "Museum ohne Bilder" ( 2003-2005) begleitete die Umbaumaßnahmen des Dresdener Stadtmuseums. Die Fotografien zeigen leere Räume und unerwartete Konfrontationen von Objekten in der auch für Museen besonderen Situation baulicher Veränderung. Im Zyklus "Bilder ohne Museum" (2005-2012) ist es die Lagerung der Werke in den (Interims-) Depots des Kunstfonds, Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD), die im Fokus der fotografischen Erkundung liegt. Das gleiche Thema, diesmal in den Depots der Skulpturensammlung der SKD, findet sich auch in der Serie "In Dresdner Depots" (2016). "Räume der Kunst" (2016) widmet sich der Verlagerung von Kunstgut und begleitet den Umzug des Archivs der Avantgarden nach Dresden.

Ergänzt werden diese Serien um neue Aufnahmen, die zum Jahreswechsel 2020/21 im Negativarchiv der Deutschen Fotothek entstanden und in denen Luc Saalfeld die Auseinandersetzung mit den formalen Aspekten des Lagerns von Kunst- und Archivmaterial fortsetzte.

Exhibitions 2020

loungeaffairs #1

frank höhler - überwiegend blau

SLUB Dresden, Bib-Lounge, Zellescher Weg 18, 01054 Dresden,
6. Juli 2020 bis 24. Januar 2021
veränderte Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-16 Uhr

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation in Form einer Archivbox in einer Auflage von 250 Exemplaren zum Preis von 10 € erschienen. 25 Vorzugsexemplare enthalten zusätzlich einen signierten Print von Frank Höhler (180 €).

Der Auftakt zu unserer neuen Ausstellungsreihe loungeaffairs in der frisch renovierten Bib-Lounge in der SLUB Dresden mit Fotografien von Frank Höhler gestaltet sich überwiegend blau.
Höhler, 1955 in Magdeborn bei Leipzig geboren, beeindruckt durch ein umfangreiches, thematisch und formal vielfältiges Werk. Seine frühen Arbeiten geben stillen Einblick in das Leben der 1970er und 1980er Jahre, zeigen oft sprechende Details oder Szenen des Alltags, führen an ungewöhnliche, verborgene Orte oder machen uns mit Menschen bekannt, die gewöhnlich kaum beachtet werden. Höhlers Interesse für die dokumentarischen Aspekte der Fotografie, für gesellschaftliche Realitäten, insbesondere für das Porträt einerseits und seine ausgeprägte Neugier auf grafische Strukturen andererseits sind die Konstanten seiner Arbeit. Dem flüchtigen Blick verborgene Verhältnisse von Flächen und Formen inspirieren ihn zu seinen stärksten Arbeiten, seien es Spuren im Schnee auf dem Neumarkt im Dresden der 1980er Jahre oder von ihm regelrecht zu einem Bild „gebaute“ architektonische Details, die er ab 1992 auf zahlreichen fotografischen Reisen entdeckt, u.a. in Russisch-Karelien, Skandinavien, Island, Nordafrika, Argentinien, Feuerland, Indien, China oder Vietnam.

Die hier als loungeaffairs #1 präsentierten Aufnahmen sind 2009 in der Atacama-Wüste entstanden. Es ist jedoch weniger der besondere Aufnahmeort, der diese beindruckenden Fotografien auszeichnet, sondern Höhlers entschiedene Bildstruktur: Die Intensität der Farben hatte den Fotografen gleich zu Beginn seiner Reise durch Chile fasziniert und er begann, „um die ersten Fotos herum“ die Serie „Blau“ zu entwickeln. Er widmete sich den unterschiedlichen Farbfacetten, indem er seine Motive auf das Wesentliche reduzierte. Als visuelle Reiseberichte sind diese Fotografien daher kaum geeignet. Sie zeigen sich seltsam ortlos, geben wenig Hinweis darauf, wo genau sie entstanden sind. Den meisten Bildern fehlt räumliche Tiefe, viele verweigern geradezu die Perspektive, der Raum wird zur Fläche, wird von Höhler als grafisches Formenspiel präsentiert, das den Realitätsbezug des fotografischen Abbilds irritierend dominiert.

Frank Höhler, seit 1990 freiberuflich als Fotograf in Dresden tätig, ließ sich nach dem Abitur in Leipzig zunächst an der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden zum Diplom-Ingenieur für Nachrichtenwesen ausbilden. Von 1984 bis 2005 arbeitete Höhler als Fotograf für das Staatliche Museum für Tierkunde Dresden und absolvierte parallel dazu an der TU Dresden eine Berufsausbildung zum Fotografen und anschließend ein Teilfernstudium Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, u.a. bei Arno Fischer. Seit 1988 war Frank Höhler außerdem für verschiedene Verlage, vor allem aber für die Dresdner Philharmonie tätig, die er seit 1992 auf zahlreichen Tourneen u.a. nach Nord- und Südamerika, Japan und in viele europäische Länder begleitet hat. Auf diesen Reisen sowie während unzähliger Orchesterproben in Dresden entstand zwischen 1988 und 2010 eine umfangreiche Serie exzellenter Musikerportraits, die in bestechender atmosphärischer Dichte gleichermaßen die äußerste Konzentration und die künstlerische Individualität der Solisten und Dirigenten vermittelt. Eine umfangreiche Auswahl dieser Porträts aus der Sammlung der Deutschen Fotothek ist zeitgleich und komplementär zu loungeaffairs #1 - überwiegend blau in der Ausstellung Dresdner Philharmonie International. Porträtfotos musikalischer Gäste von Frank Höhler im Stadtmuseum Dresden zu sehen (noch bis 5. Juli).

Frank Höhlers Arbeiten sind in den letzten 20 Jahren in zahlreichen Ausstellungen gezeigt worden - solo oder im Rahmen der ASA-Gruppe Fotografie, die er 2008 zusammen mit Jürgen Matschie, Thomas Kläber und Georg Krause gegründet hat. Im Archiv der Fotografen der Deutschen Fotothek ist Frank Höhler mit rund 900 Aufnahmen aus allen wichtigen Werkserien vertreten.

Dresdner Philharmonie International. Porträtfotos musikalischer Gäste von Frank Höhler

Eine Ausstellung in Kooperation mit der Deutschen Fotothek und der Dresdner Philharmonie.

Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Straße 2 (Eingang Landhausstraße), 01067 Dresden,
14. März bis 30. August 2020 (verlängert), Dienstags bis Sonntags 10 – 18 Uhr, Freitags 10 – 19 Uhr
Ausstellungseröffnung: Freitag, 13. März 19 Uhr

2020 feiert die Dresdner Philharmonie ihr 150-jähriges Bestehen. Ihre Heimat ist Dresden, aber Tourneen im In- und Ausland gehören schon immer zum Profil des Orchesters, ebenso die Zusammenarbeit mit internationalen Stars der Musikszene. Zahlreiche Dirigenten und Solisten hat Frank Höhler zwischen 1988 und 2010 während der Proben in eindrücklichen Porträts festgehalten. Diese sehr persönlichen individuellen Momentaufnahmen aus der Sammlung der Deutschen Fotothek werden ab März 2020 in einer Sonderausstellung präsentiert.

Christian Borchert. Tektonik der Erinnerung

In Kooperation mit dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Deutschen Fotothek

Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover
17. Juni bis 20. September 2020
Ausstellungseröffnung: Dienstag, 16. Juni, 18:30 Uhr


Christian Borchert (1942-2000) zählt zu den herausragenden Fotografen der DDR und der Nachwendezeit. In Dresden geboren und hauptsächlich in Berlin und seiner Heimatstadt tätig, hat er mit seinen distanziert-analytischen Aufnahmen eine ebenso behutsame wie eindringliche Bildsprache hervorgebracht. Seine serielle Arbeits- und Erzählform, seine eigenwillige archivarische Praxis und sein quasi-archäologischer Umgang mit visuellen Medien wie Film und Fernsehen weisen ihm in der deutschen Fotogeschichte des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Position zu.

Das Sprengel Museum Hannover zeigt in Kooperation mit dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in einer Übernahme die erste monografische Retrospektive seines umfangreichen Schaffens. Sie präsentiert Borchert nicht nur als aufmerksamen Chronisten des DDR-Alltags und der Nachwendezeit, sondern auch als ebenso sensiblen wie klugen Bild- und Seriengestalter. Neben wichtigen Werkkomplexen wie den Künstler- und Familienporträts, der Dokumentation des Wiederaufbaus der Semper-Oper oder den Bildern aus Dokumentarfilmen präsentiert die Ausstellung auch Exponate aus Borcherts Nachlass, die seine archivarische Leidenschaft vor Augen führen und Einblicke in fotografische Arbeitsprozesse gewähren.
Gefördert von der Stiftung Niedersachsen. Kuratiert von Inka Schube und Bertram Kaschek.

Exhibitions 2019

Aus den Archiven IV

Fotografie in der Weimarer Republik

In Kooperation der Deutschen Fotothek mit dem LVR-LandesMuseum Bonn und der Stiftung F.C. Gundlach im Rahmen des Archivs der Fotografen

LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn,
1. Oktober 2019 bis 19. Januar 2020, verlängert bis 22. März 2020
Ausstellungseröffnung: Montag, 30. September, 19 Uhr.

Die Jahre der Weimarer Republik zwischen 1918 und 1933 spielten für die Entwicklung der Fotografie eine einzigartige Rolle. Der künstlerischen Fotografie des "Neuen Sehen", für dessen Erfindung und Verbreitung die russische Avantgarde und das Bauhaus stehen, traten als zweiter Schwerpunkt der Fotojournalismus und die Dokumentarfotografie gegenüber. Erfunden wurde die Bildreportage: Fotografie und Text verbanden sich nun kongenial auf der Suche nach journalistischer Wahrheit aber auch dem, was man dafür hielt oder was man dazu machen wollte. Fotografen wie Erich Salomon und Reporter wie Egon Erwin Kisch erlangten eine bisher nicht dagewesene Berühmtheit. Die Berliner Illustrierte war mit zeitweise 2 Millionen Exemplaren das weltweit auflagenstärkste Druckerzeugnis.
Die Präsentation nähert sich der Fotografie der Weimarer Republik aus einer neuen Perspektive, weder chronologisch, noch orientiert an bedeutenden Fotografinnen und Fotografen oder an künstlerischen Strömungen, sondern übergreifend anhand von Begriffen. Sie stehen für die wechselvolle Geschichte dieser Jahre: Revolution und Republik, Arbeiterfotografie, Sport und Bewegung, Architektur, Mode und Tanz sind nur einige der Themenfelder, anhand derer die verschiedenen medialen Formen der Fotografie in Form von Originalabzügen aus den Archiven mit Zeitschriften, Postkarten, Bildbänden, Plakaten und sonstigen Materialien zueinander in Beziehung gesetzt werden.
Die umfassenden Archive der Kooperationspartner und ausgewählte Leihgaben u.a. aus dem ullstein bild ermöglichen einen neuen Blick auf die Vielschichtigkeit des Weimarer Alltags – vom hoffnungsvollen Anfang 1918/19 bis zum Untergang 1933. Seite an Seite zeigt die Ausstellung die großen Fotografinnen und Fotografen der Zeit wie August Sander, Lotte Jacobi, Hugo Erfurth, Martin Munkacsi, Yva, Alfred Eisenstaedt, Erich Salomon, Umbo, Werner Mantz oder Albert Renger-Patzsch mit ehemals bekannten aber heute oft vergessenen Protagonisten. So entsteht in der Präsentation ein einzigartiger Einblick in die Kulturgeschichte der Weimarer Republik.
Zusätzlich können die Besucher im Studiolo der Ausstellung zahlreiche Publikationen aus der Zeit zwischen 1918 und 1933 im Original durchblättern.
Im Rahmen des Verbundprojektes "100 Jahre Bauhaus im Westen".

Christian Borchert. Tektonik der Erinnerung

Staatliche Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit der Deutschen Fotothek

Kupferstich-Kabinett, Residenzschloss, Taschenberg 2, 01067 Dresden
26. Oktober 2019 bis 8. März 2020
Ausstellungseröffnung: Freitag, 25. Oktober, 18:30 Uhr


"… eine eigenartige Entrücktheit"
Christian Borcherts Blick auf Georg Kolbe

Staatliche Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit der Deutschen Fotothek

Albertinum, Tzschirnerplatz, Georg-Treu-Platz, 01067 Dresden
26. Oktober 2019 bis 26. Januar 2020


Auszug der Seele. Das Archiv Christian Borcherts in Fotografien von Maria Sewcz

Staatliche Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit der Deutschen Fotothek

Studiolo im Renaissanceflügel, Residenzschloss, 1. OG, Taschenberg 2, 01067 Dresden
26. Oktober 2019 bis 8. März 2020

Christian Borchert (1942–2000) zählt zu den herausragenden Fotografen der DDR und des wiedervereinten Deutschlands. In Dresden geboren und hauptsächlich in Berlin und seiner Heimatstadt tätig, hat er mit seinen distanziert-analytischen Aufnahmen eine ebenso behutsame wie eindringliche Bildsprache entwickelt. Seine serielle Arbeits- und Erzählform, seine eigenwillige archivarische Praxis und sein quasi-archäologischer Umgang mit visuellen Medien wie Film und Fernsehen weisen ihm in der deutschen Fotogeschichte des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Position zu.

Das Kupferstich-Kabinett zeigt die erste umfassende Retrospektive zum Werk von Christian Borchert und stellt den Fotografen nicht nur als aufmerksamen Chronisten des DDR-Alltags und der Nachwendezeit, sondern auch als konzeptuell und mediengeschichtlich denkenden Bild- und Seriengestalter vor. Neben wichtigen Werkkomplexen wie den Künstler- und Familienporträts, der Dokumentation des Wiederaufbaus der Semperoper oder den Bildern aus Dokumentarfilmen zeigt die Ausstellung auch weniger bekannte Werkgruppen sowie zahlreiche Exponate aus Borcherts Nachlass in der Deutschen Fotothek, die seine archivarische Leidenschaft vor Augen führen und Einblicke in fotografische Arbeitsprozesse gewähren.

"… eine eigenartige Entrücktheit" - Christian Borcherts Blick auf Georg Kolbe

Christian Borchert wurde 1987 vom Dresdner VEB Verlag der Kunst mit der Aufgabe betraut, das plastische Werk des Bildhauers Georg Kolbe für eine geplante Buchpublikation fotografisch zu dokumentieren. Diese Auftragsarbeit gewann für den Fotografen größere künstlerische Bedeutung und führte ihn zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Verhältnis seines eigenen Mediums zu Skulptur und Plastik. Im Zentrum stand für ihn der Begriff der "Entrücktheit2 im Sinne einer inneren und äußeren Distanz zum Gegenstand. In Gegenüberstellung mit Werken Georg Kolbes aus dem Albertinum werden Christian Borcherts kaum bekannte Aufnahmen aus der Deutschen Fotothek nach fast 30 Jahren nun erstmals wieder öffentlich gezeigt.

Auszug der Seele. Das Archiv Christian Borcherts in Fotografien von Maria Sewcz

Als Kommentar zur großen Retrospektive "Christian Borchert. Tektonik der Erinnerung" präsentiert das Kupferstich-Kabinett im Studiolo die Arbeit "Auszug der Seele, Ch. B." von Maria Sewcz. In einer Serie eindringlicher Schwarz-Weiß-Bilder hat die Berliner Fotografin Borcherts Wohnung und Archiv nach dessen frühem Tod durch Ertrinken festgehalten – kurz bevor und auch noch während die Nachlassverwalter dieses einzigartige Arrangement auflösten und an verschiedene Institutionen übergaben. Borcherts geradezu ehrfürchtiges Verhältnis zum fotografischen Material wird in diesen Aufnahmen aus der Deutschen Fotothek ebenso spürbar wie die Trauer der Fotografin über den Verlust des geschätzten Kollegen und Freundes.

Christian Borchert in Wuischke

Eine Schautafel-Ausstellung des Dresdner Kupferstich-Kabinetts in Kooperation mit der Deutschen Fotothek

Haus am Czorneboh, Wuischke Nr. 18, 02627 Hochkirch – OT Wuischke,
7. Juli 2019 bis 26. Januar 2020, Freiluftausstellung
Ausstellungseröffnung: Sonntag, 7. Juli, 15 Uhr

Mehr als zwanzig Jahre lang war der in Dresden geborene und in Berlin lebende Fotograf Christian Borchert (1942–2000) ein regelmäßiger Gast in Wuischke/Wuježk. Hier hatte eine Gruppe von Schriftsteller*innen (Elke Erb, Adolf Endler, Kito Lorenc, Heinz Czechowski) seit den frühen 1970er Jahren nach und nach drei beieinanderliegende Gehöfte erworben, um am Fuße des Czorneboh in größtmöglicher Distanz zum offziellen Kulturbetrieb der DDR zu leben, zu arbeiten und sich mit befreundeten Künstler*innen auszutauschen. Mit Bildern und Texten wird vor Ort an die kulturhistorische Bedeutung des kleinen Dorfes in der sorbischen Oberlausitz erinnert.

Christian Borchert | Familienporträts

Loock Galerie , Potsdamer Straße 63, 10785 Berlin,
23. November 2019 – 15. Februar 2020
Ausstellungseröffnung: 22. November 2019, 19:00 Uhr

Die Serie „Familienporträts“ (1983-1985/1993-1994) von Christian Borchert findet ihren Ursprung Mitte der 1970er Jahre im direkten Freundes– und Bekanntenkreis des Fotografen. 1982 lernte Borchert die Soziologin und Schriftstellerin Irene Runge kennen, die an einem Buch "Ganz in Familie" über die Familie in der DDR arbeitete. Für diese Publikation und mit Hilfe einer Förderung der "Gesellschaft für Fotografie" des Kulturbundes entwickelte Borchert von 1983-1985 ein groß angelegtes Projekt. Er fotografierte mehr als hundert Familien in Berlin, Leipzig, Dresden, Magdeburg, Hoyerswerda sowie in Dörfern in Mecklenburg und auf Rügen. Um sorbische Familien einzubeziehen, reiste er auch in die Oberlausitz. Er konzentrierte sich hier auf intakte Kernfamilien, wobei beide Elternteile berufstätig waren und in bescheidenem Wohlstand lebten. Im Jahre 1993/94 entstand mit einem Stipendium des Kunstfonds eine Wiederbegegnung mit circa vierzig Familien. Hierbei berücksichtigte er in seiner Dokumentation auch die abweichenden Konstellationen und Brüche in den Familien. Um einen klaren konzeptuellen Rahmen zu schaffen, nutzte er für diese Serie durchgehend die gleiche Kamera und fotografierte mit mittlerer Brennweite im Querformat.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Fotothek gibt die Loock Galerie ein Portfolio mit 50 Fotografien der "Familienporträts" heraus, das den Kern der Ausstellung bildet. Weiterhin werden Höhepunkte von Borcherts Straßen- und Modefotografien gezeigt. Christian Borchert, in Dresden geboren, lebte seit den 1970iger Jahren in Ost-Berlin.

Parallel zu der Ausstellung in Berlin, ist in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bis zum 8. März 2020 die großangelegte Retrospektive "Tektonik der Erinnerung" von Christian Borchert zu sehen. Der Nachlass Borcherts befindet sich in der Deutschen Fotothek. Darüber hinaus sind seine Arbeiten in folgenden Sammlungen vertreten: Berlinische Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur; Harvard Art Museums, Cambridge, Massachusetts; Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Kupferstich-Kabinett); Die Photographische Sammlung/SK-Stiftung Kultur, Köln; Art Collection Deutsche Börse, Frankfurt/Main und Museum Kunstpalast, Düsseldorf.

Bertram Kaschek (Kupferstich-Kabinett, Dresden) und Inka Schube (Sprengel Museum Hannover) werden am Samstag, den 8. Februar 2020 um 16 Uhr in der Loock Galerie in einem Gespräch das fotografische Werk und das Buch "Tektonik der Erinnerung" (Spector Books, Leipzig 2020) von Christian Borchert vorstellen.

Satellitenausstellung:

Wege ins Land. Landschaften von Christian Borchert

Ausstellung in Kooperation mit dem ex pose Verlag Berlin und der Deutschen Fotothek

Ausstellungsraum bautzner69 , Bautzner Straße 69, 01099 Dresden,
22. November 2019 bis 18. Januar 2020
Ausstellungseröffnung: Freitag, 22. November, 19 Uhr

Beim Sichten des Bildmaterials in den Archiven der Deutschen Fotothek für den 2017 erschienenen Bildband "Schattentanz" kamen immer wieder Landschaftsaufnahmen von Christian Borchert in den Blick. Vielleicht gerade weil "Landschaft" nicht zu den zentralen Kategorien gehört, nach denen der Fotograf sein Werk immer wieder neu evaluiert und geordnet hat, begann schon wenige Monate später die Idee für eine Publikation zu reifen, die einer bislang kaum beachteten Facette im Schaffen Borcherts gewidmet ist. Unzählige Arbeitsabzüge und Negative wurden gesichtet und schließlich zu einer subjektiven Motivauswahl zusammengestellt. Auch wenn Christian Borchert sich nie systematisch mit Landschaften beschäftigt hat, so waren sie ihm dennoch wichtig und er verwendete sie u.a. als Bildmotive für Neujahrsgrüße.

Der großen, von Oktober 2019 bis März 2020 im Kupferstich- Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gezeigten Retrospektive "Christian Borchert. Tektonik der Erinnerung" wird mit dem Bildband und einer Satellitenaustellung eine reizvolle Ergänzung an die Seite gestellt.

20 Exemplaren des Buches liegt ein Baryt-Print des Bildes »Moritzburg, 1978« bei, angefertigt von Werner Lieberknecht von Christian Borcherts Original- Negativ. Mehr Informationen erhalten Sie bei den Verlagen.

Untergegangene Arbeitswelten

Fotografien von Wolfgang G. Schröter

Industriemuseum Chemnitz, Zwickauer Straße 119, 09112 Chemnitz,
10. Mai bis 4. August 2019, Di-Fr 9 bis 17 Uhr; Sa, So, Feiertag 10 bis 17 Uhr
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 9. Mai, 18 Uhr

Wolfgang G. Schröter [1928 – 2012] war ein Meister der Reportage- und Industriefotografie und lässt heute untergegangene Arbeitswelten wieder lebendig werden. Die Auswahl von über 100 Aufnahmen reicht von den 1950er bis in die 1970er Jahre. Vom Heckert-Werk in Karl-Marx-Stadt über das Steinkohle-Bergwerk in Oelsnitz, die Porzellan-Manufaktur Meißen, das Fernsehgeräte-Werk in Radeberg bis zum Druckhaus Einheit in Leipzig und weiter führt die Reise durch Sachsen und angrenzende Stationen.

Einige dreidimensionale Artefakte, die in den Fotos vorkommen, sowie persönliche Accessoires des Fotografen ergänzen die Ausstellung.

Schröter interessiert sich für die technischen Details und weiß diese oft spektakulär in Szene zu setzen. Und fast immer nimmt er die Menschen an ihren Arbeitsstätten mit vor die Linse und zeigt die Gabe, die von ihm Porträtierten im Moment der Aufnahme den Fotografen zu vergessen zu lassen.

Wolfgang G. Schröter stammte aus Halle und kam an der Filmprüfstelle in Agfa Wolfen mit der Fotografie in Kontakt. Er studierte Farbfotografie in Leipzig und war nach dem Krieg als Bildreporter, u. a. für die Illustrierte 'Freie Welt', unterwegs. Für Agfa/Orwo Wolfen und für Carl Zeiss Jena arbeitete er als Werksfotograf und erhielt von vielen anderen Unternehmen Aufträge. Vor allem davon lebt die Ausstellung.

Ab 1972 war Schröter Dozent für Farbfotografie und ab 1992 Professor für Medienkunst an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Er machte sich außerdem einen internationalen Namen mit seinen Experimentalfotografien in den 1970er Jahren.

Der umfangreiche Nachlass des Fotografen befindet sich heute in der Deutschen Fotothek Dresden.

Die Ausstellung entstand mit großzügiger Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, in Kooperation mit der Deutschen Fotothek Dresden und Dr. Grit Wendelberger, Fotoarchiv Wolfgang G. Schröter, Halle/Saale.

In den Wohnzimmern der Ostdeutschen. Fotografien von Christian Borchert

Eine Ausstellung in Kooperation mit meinhardt medien Berlin, der Deutschen Fotothek Dresden und dem Lehmstedt Verlag Leipzig anlässlich 30 Jahre "Friedliche Revolution"

Flohburg - das Nordhausen-Museum, Barfüßer Straße 6, 99734 Nordhausen, 05. September bis 30. November 2019

Eine Auswahl der berühmten Familienporträts aus den Jahren 1974 – 1994. Christian Borchert (1942–2000) fotografierte seine ersten "Familienbilder" in den 70er Jahren. 1982-1985 entstand nach einem wohlüberlegten Konzept eine umfangreiche Serie, in der er als gewissenhafter Chronist mehr als 130 Familien in verschiedenen Regionen der DDR aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Berufen in ihrem heimischen Umfeld porträtierte. Mimik, Gestik, Habitus, Kleidung, Ambiente sowie ergänzende Angaben zu den ausgeübten Berufen charakterisieren Familien unterschiedlichster sozialer Milieus und laden zu Vergleichen ein. 1993 besuchte er viele Familien ein zweites Mal und fotografierte sie – nach dem Untergang der DDR – erneut. So eröffnet sich die Gesamtschau von Borcherts legendären Familienporträts das Panorama einer vergangenen Zeit. Die Fotografien sind, wie es Borchert absichtsvoll wollte, Dokumente seiner fotografischen Annäherung an die Wirklichkeit ohne Übertreibung und Effekte und zugleich einzigartige Zeugnisse der Geschichte. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von 40 Fotografien.

Geteilte Erinnerungen

Das Fotoalbum - Gesteckt, geklebt, gepostet

Zum Ausstellungskatalog auf arthistoricum.net.

Buchmuseum der SLUB Dresden, Zellescher Weg 18, 01069 Dresden,
16. Oktober 2018 bis 22. April 2019, täglich 10 bis 18 Uhr
Ausstellungseröffnung: Dienstag, 16. Oktober, 19 Uhr im Klemperer-Saal der SLUB

Kuratorenführungen durch die Ausstellung: 24. Oktober, 12. Dezember 2018
sowie 16. Januar, 13. Februar, 13. März und 10. April 2019, jeweils 17 Uhr.

Eintritt und öffentliche Führungen sind kostenfrei

Anmeldung zu Führungen unter tour@slub-dresden.de oder Telefon: +49 351 4677-340

Millionen Nutzer laden heute täglich ihre Fotos in soziale Netze. Das klassische Fotoalbum erscheint als Relikt längst vergangener Zeiten, ausgestorben mit der analogen Fotografie. Tatsächlich aber erfährt das Medium in den letzten Jahren eine Renaissance, als von digitalen Vorlagen gedrucktes Fotobuch oder als - nach bewährten Gestaltungsprinzipien – in Handarbeit zusammengestelltes Scrapbook. Grund genug, sich heute der rund 600 Objekte umfassenden Albensammlung der Deutschen Fotothek erstmals in einer Ausstellung zu nähern, zumal historische Fotoalben als wohl umfangreichster Quellenfundus zur Bildgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts zunehmend zum Gegenstand interdisziplinärer Forschung werden.

Mit spektakulären Prachtalben und schlichten Alltagsdokumenten zeigt die Ausstellung eine kleine fotografische Kulturgeschichte rund um das Fotoalbum, ergänzt um einen stilgeschichtlichen Parforceritt durch die Gestaltung des Albums seit 1860 und die Darstellung des gesellschaftlichen und technischen Wandels des Mediums Fotografie seit seiner Erfindung.

Wenn die »goldene Zeit« der Fotoalben vor allem jene von Goldschnitt und Goldprägung im 19. Jahrhundert war, so stammen die kreativsten Beispiele der Sammlung aus den 1920er und 1930er Jahren. Der Einzug der Amateurfotografie brachte nicht nur eine größere thematische Vielfalt mit sich, sondern auch ersichtlich mehr Erzählfreudigkeit und Einfallsreichtum. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Fotoalbum als Teil der allgemeinen Erinnerungskultur angesichts immer größerer Reisefreudigkeit rein mengenmäßig seine Blütezeit, gleichzeitig wurden die einst kunstvollen Einbände seit den 1950er Jahren immer schlichter und austauschbarer. Seit den 1970er Jahren kommt das Anlegen von Fotoalbum zunehmend aus der Mode: Je mehr fotografiert wurde, desto weniger Zeit nahm man sich zum Sortieren, Einkleben und Beschriften – Massen von Bildern zu ordnen bleibt jedoch auch im digitalen Zeitalter Voraussetzung visueller biografischer Selbstinszenierung.

Blick in die Sammlungen: Hugo Erfurth – Bildnisse

SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln, 7. September 2018 bis 27. Januar 2019
Donnerstag, 6. September 2018, 19 Uhr.

Mit der Ausstellung zum Werk von Hugo Erfurth findet die 2018 gestartete Zusammenarbeit des LVR-LandesMuseum Bonn und der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, ihre Fortsetzung. Die Exponate zur aktuellen Präsentation stammen aus den Beständen beider Häuser, ergänzt um Leihgaben aus der Deutschen Fotothek Dresden.

Die Bildnisse, die aus dem Atelier von Hugo Erfurth (1874–1948) überliefert sind, reichen stilistisch weitgehend in die Zeit bzw. Auffassung der Kunstphotographie. Diese besonders künstlerisch motivierte Richtung hatte am Ende des 19. Jahrhunderts bis etwa 1914 ihre Blütezeit. Die Photographen verfolgten die Absicht erlesen gestalteter Kompositionen, die noch dazu mit besonderen manuell-technischen Eingriffen veredelt wurden. Dazu von Vorteil waren Edeldruckverfahren, die einen malerischen Duktus erlaubten und überdies höchst aufwendig in der Herstellung waren. Anleihen in der Malerei verhalfen der Photographie so zum großen Auftritt, was sich tatsächlich in der Dimension großer Wandbilder ausdrücken sollte.

Damit einher gingen expressiv wirkungsvolle und stark symbolisch intendierte Motive, die die Gefühlswelten der Menschen bis ins Pathetische zum Ausdruck brachten. Bedeutende Persönlichkeiten der Gesellschaft wurden mit Edeldrucken geehrt oder für besondere Anlässe wurden dieserart Bilder in Auftrag gegeben. Mit Aufkommen neuer Möglichkeit des technischen Mediums in den 1920er-Jahren und einer Rückbesinnung auf die rein dokumentarische Qualität als künstlerischer Ausdruckswert in der Photographie wurden die kunstphotographischen Techniken mehr und mehr verdrängt.

Hugo Erfurth hielt jedoch unabhängig neuer Tendenzen weitgehend an der Umsetzung seiner Motive als Edeldrucke fest. Vor allem im Öldruck erreichte er meisterliche Leistungen, exquisite Stück gingen aus seinem Atelier hervor. Neben seiner anfänglichen Vorliebe für Genrephotographien und Landschaftshintergründe spezialisierte sich Erfurth zunehmend auf Porträts, die er zu Beginn seiner photographischen Tätigkeit vor allem im Kreis seiner Familie fand.

Mit Erwerb des Palais des Grafen Lüttichau in der Dresdner Innenstadt im Jahre 1906, entwickelte sich Erfurths Atelier zu einem repräsentativen Zentrum des städtischen Kulturlebens. Individualbildnisse entstanden von Mitgliedern der Bürgerschaft und Adel, von Militär und Künstlern. So werden in der aktuellen Ausstellung z. B. einnehmende Porträts von Max Beckmann, Otto Dix, Käthe Kollwitz und Richard Riemerschmid zu sehen sein, u. a. fanden einige dieser Personen interessanterweise auch den Weg vor August Sanders Kamera – spannenderweise unter stilistisch anderer Maßgabe. Hatte auch Sander kunstphotographisch ausgerichtete Photographien erarbeitet, so wendete er sich jedoch für sein freies künstlerisches Schaffen nach dem Ersten Weltkrieg mehr und mehr davon ab. Heute sind nur verhältnismäßig wenige, doch aufschlussreiche Beispiele in dieser Technik von ihm erhalten.

Begleitend erscheint ein Sammlungsheft mit einem Text von Adelheid Komenda.

Exhibitions 2018

Return. Fotografie in der Weimarer Republik

Ein Ausstellungsprojekt zur Triennale der Photographie 2018

In Kooperation der Deutschen Fotothek mit dem LVR-LandesMuseum Bonn und der Stiftung F.C. Gundlach im Rahmen des Archivs der Fotografen

Altonaer Museum, Museumstraße 23, 22765 Hamburg, 8. Juni bis 14 August 2018
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 6. Juni, 17 Uhr.

Weitere Station der Ausstellung: Bonn, LVR-LandesMuseum, Sommer 2019.

Im Rahmen der 7. Triennale der Photographie geht es unter dem Titel “Breaking Point. Searching for Change” um die Möglichkeit der Fotografie, den Lauf der Zeit für einen Moment anzuhalten und damit potentiell einen Wandel einzuleiten. Die Begriffe der Computertastatur dienen dabei als formales Gerüst des Gesamtkonzeptes: "[Return] Roots Heritage and Learning from the Past” ist der Begriff, unter dem im Altonaer Museum die Ausstellung „Return. Fotografie in der Weimarer Republik 1918 -1933" gezeigt wird.
Die Ausstellung ist eine Kooperation der Stiftung F.C. Gundlach Hamburg mit der Deutschen Fotothek und dem LVR-LandesMuseum Bonn. Die Ausstellung wird erstmals zur Triennale der Photographie im Altonaer Museum präsentiert und dann in erweiterter Form in der Reihe "Aus den Archiven" im Sommer 2019 in Bonn eröffnet. In Altona wird die Ausstellung durch Fotografien mit Lokalbezug – zum Beispiel zum "Altonaer Blutsonntag" von 1932 - aus dem Altonaer Museum ergänzt.
Die Weimarer Republik wird heute weithin in ihrer bedeutenden Rolle als erster demokratischer Staat auf deutschem Boden gewürdigt und nicht nur von ihrem Scheitern im Nationalsozialistischen Terrorstaat her beurteilt. In dieser Epoche gewaltiger politischer, sozialer, gesellschaftlicher und künstlerischer Umbrüche und Konflikte spielte die Fotografie eine nie dagewesene Rolle. Für ihre Entwicklung als Kunstform, aber auch für den qualitätsvollen Fotojournalismus sind die Jahre zwischen 1918 und 1933 in ihrer Bedeutung kaum zu überschätzen. Die Ausstellung zeigt den ungeheuren Fundus an qualitätsvoller Fotografie der Epoche. Dabei schöpft sie aus den reichen Beständen der Kooperationspartner.

In einem anderen Land

Transformationsprozesse an Beispielen zeitgenössischer Fotografie in Deutschland

Kunsthalle Erfurt , Fischmarkt 7, 99084 Erfurt, 15. Juli bis 23. September 2018,
Di-So 11-18 Uhr, Do 11-22 Uhr.

Weitere Stationen der Ausstellung: HAUS am KLEISTPARK Berlin, 12. Januar bis 29. März 2018;
riesa efau. Kultur Forum Dresden e.V, Motorenhalle. Projektzentrum für zeitgenössische Kunst, 12. April bis 1. Juli 7.2018

Das Ausstellungs- und Buchprojekt thematisiert, ob und wenn ja wie sich der Wechsel konträrer Gesellschaftssysteme und sich rasant entwickelnder Technologien auf die künstlerische Arbeit von Fotograf/innen auswirken können. Zwölf fotografische Positionen aus Deutschland eröffnen den Diskurs zum Thema. Anhand von Fotografien aus den Jahren 1976 bis 2017 von Tina Bara, Christian Borchert (aus der Deutschen Fotothek), Kurt Buchwald, Caroline Dlugos, Else Gabriel, Franz John, Barbara Klemm, Matthias Leupold, Manfred Paul, Rudolf Schäfer, Erasmus Schröter und Maria Sewcz werden Veränderungen und Kontinuitäten im Werk sichtbar gemacht.
Das thematische Spektrum der ausgestellten Arbeiten reicht von realistisch-dokumentarischer Unmittelbarkeit, über Inszenierungen fiktiver Wirklichkeiten, surrealer Überhöhungen und Verfremdungen bis zu medialen Erweiterungen und Grenzüberschreitungen der Fotografie zu Aktion und Film. Fotografie und Transformation, die Würde des Alltäglichen in der Fotografie und die Fotografie als Symbol und Gleichnis menschlichen Daseins sind weitere Schwerpunkte. Filmische Interviews der Kuratoren Gabriele Muschter und Uwe Warnke mit den Fotograf/innen lassen die Protagonisten selber zu Wort kommen.

Aus den Archiven III

Konrad Helbig - Am Mittelmeer

Fotografische Erkundungen 1954 - 1985

In Kooperation der Deutschen Fotothek mit dem LVR-LandesMuseum Bonn und der Stiftung F.C. Gundlach im Rahmen des Archivs der Fotografen

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen.

LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn, 1. März 2018 bis 10. Juni 2018
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 28. Februar, 19 Uhr.

Für Konrad Helbig war Sizilien ein Sehnsuchtsort. Ausgehend von der Insel richtete er seinen Blick und sein Objektiv auf antike Architekturen, Skulpturen und Artefakte im Mittelmeerraum, auf mittelalterliche Kathedralen und barocke Prunkbauten ebenso wie auf die mediterranen Landschaften und die Menschen, die inmitten von Spuren vergangener Größe lebten und arbeiteten.
Die Kombination von formaler Dokumentation und subjektivem Blick macht seine Fotografien zu eigenständigen Werken, die in ihrer wiedererkennbaren Bildsprache weit über bloße Ab-Bildungen hinausreichen.
"Edle Einfalt und stille Größe", diese von Winckelmann Mitte des 18. Jahrhunderts für die klassische Schönheit der griechischen Skulptur beschriebene Ästhetik war dem Fotografen und Kunsthistoriker Wegweiser durch eine von antiken Kulturen geprägte Landschaft. Monatelang reiste er von archäologischer Stätte zu archäologischer Stätte und von Museum zu Museum, in hunderten Diavorträgen vermittelte der mitreißende Redner anschließend seine Eindrücke von der "Magie des Südens" in den Hörsälen und Kulturzentren des Nordens. "Huldigungen eines Nordländers an die Wunderwelt des tiefen Südens" oder "Sizilien – Geschichte, Kunst und Lebenswirklichkeit eines Inselreiches" betitelte er seine Vorträge.
Am Mittelmeer suchte und fand Konrad Helbig nicht nur Zeugnisse vergangener Epochen, sondern auch die unbeschwerte persönliche Freiheit: In der streng katholischen, noch archaische Züge tragenden Gesellschaft Siziliens begegnete man seiner Homosexualität, seinen Interessen und Neigungen wie bei anderen vor ihm auf erstaunliche Weise vorurteilsfreier als in der konservativ geprägten Bundesrepublik der Adenauer-Ära.
Wie viele Fotografen der 50er und 60er Jahre arbeitete er mit zwei Kameras parallel in Schwarzweiß und in Farbe. Die Ausstellung fokussiert vor allem Helbigs Blick auf die Gegenwart, die er stets aus dem Blickwinkel der Kunstgeschichte betrachtete, und zeigt erstmals auch seine kaum bekannten Coloraufnahmen aus der Deutschen Fotothek.
Seither haben sich die Landschaften und vor allem die Lebenswirklichkeit ihrer Bewohner noch einmal fundamental verändert, so dass Helbigs Fotografien ihrerseits als Zeugnisse einer vergangenen vorindustriellen Epoche erscheinen, die wir heute nicht weniger idealisierend und sehnsuchtsvoll als arkadisch zu betrachten geneigt sind.

Exhibitions 2017

Im Moment. Fotografie aus Sachsen und der Lausitz

Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1, 02826 Görlitz 18. November 2017 bis 15. April 2018
Ausstellungseröffnung: Freitag, 17. November 2017, 18 Uhr.

Die Ausstellung der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur und des Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden versammelt rund 300 Werke von gut 40 namhaften und bisher weniger bekannten Fotokünstlern aus Sachsen und der Lausitz. Im Spannungsfeld zwischen dokumentarischen und inszenierten Bildern reflektiert die Schau die Möglichkeiten der Erzählung mit Fotografie – die Kunst, mit der Kamera jenen Moment festzuhalten, in dem sich eine Geschichte öffnet. Vertreten sind unter anderem Werke von Thomas Florschuetz, Jens Klein, Jürgen Matschie, Evelyn Richter, Thomas Steinert u.v.m.
Aus der Deutschen Fotothek sind rund ein Dutzend Aufnahmen aus der Serie "Wuischke" von Christian Borchert zu sehen sowie zahlreiche Fotos des Mühlenenthusiasten Günter Rapp.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog im Sandstein Verlag. Neben Künstlergesprächen und Kuratorenführungen bietet das umfangreiche Begleitprogramm das Format Kunstpause 12 nach 12 an, jeweils 20 Minuten am Mittwoch, u.a. mit den Themen Günter Rapp - Der Sammler (Mittwoch, 6. Dezember 2017, 12:12 Uhr) und Christian Borchert - Der Besucher (20. Dezember 2017, 12:12 Uhr).

Subjective Objective: A Century of Social Photography

Zimmerli Art Museum at Rutgers University, New Jersey, 5. Sept. 2017 bis 7. Jan. 2018

Die von Donna Gustafson und Andrés Mario Zervigón kuratierte Ausstellung im Zimmerly Art Museum widmet sich der Geschichte der Dokumentarfotografie vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, wobei nicht versucht wird, Bekanntes wiederaufzubereiten, sondern einen großen Bogen zu schlagen. Die meisten der 200 ausgestellten Arbeiten stammen von amerikanischen Fotografen, ergänzt um Fotografien europäischer Bildautoren: So sind in der Sektion "The radical Worker Photography movement" u.a. acht Fotografien von Hans Bresler aus der Deutschen Fotothek zu sehen.
Wie polyglott die amerikanische Fotoszene auch im wissenschaftlichen Bereich agiert, mag hierzulande eher überraschen. Wer glaubt, dass "der Horizont beim New Deal und der Farm Security Administration aufhört, irrt gewaltig", schreibt Kurt Lhotzky ist seiner Rezension des bei Hirmer erschienen Katalogs zur Ausstellung.

Christian Borchert - Familienporträts

Eine Ausstellung von meinhardt medien in Zusammenarbeit mit der Deutschen Fotothek und dem Lehmstedt Verlag Leipzig

k.u.n.s.t.-verein Freital, Einnehmerhaus, Dresdner Strasse 2, 01705 Freital, 19. November bis 21. Dezember 2017
Ausstellungseröffnung: Sonntag, 19. November 2017, 11 Uhr.

Christian Borchert (1942–2000) fotografierte seine ersten "Familienbilder" in den 70er-Jahren. Später, 1982–1985, entstand nach einem wohlüberlegten Konzept eine umfangreiche Serie, in der er mehr als 130 Familien in verschiedenen Regionen der DDR, aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Berufen in ihrem heimischen Umfeld porträtierte. Diese Blicke in die Wohnzimmer, in die Privatsphäre ostdeutscher Familien, offenbaren, wie die Menschen aussahen, wie zuversichtlich, entschlossen, heiter oder verbittert sie waren, welche Kleidung sie trugen, was ihnen wichtig war, was sie trennte und verband.

Zehn Jahre danach besuchte Borchert viele Familien ein zweites Mal und fotografierte sie – nach dem Untergang der DDR und dem beginnenden Wandel – erneut. So eröffnet die Gesamtschau von Borcherts Familienporträts dem Betrachter das Panorama einer vergangenen Zeit. Die Fotografien sind, wie es Borchert absichtsvoll wollte, Dokumente seiner fotografischen Annäherung an die Wirklichkeit ohne Übertreibung und Effekte. Sie sind zugleich, nachdem Jahrzehnte ins Land gingen, einzigartige Zeugnisse der Geschichte.

Stich.Hellerau

Rudolf Stich 1906-1920: Aufnahmen eines Lebens

Deutsche Werkstätten Hellerau, Moritzburger Weg 68, 01109 Dresden, 29. Mai bis 1. September 2017, Montag bis Freitag, 9.00 bis 17.00 Uhr
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 24.Mai 2017, 19.30 Uhr.

In der Ausstellung werden 45 Fotografien gezeigt, eingeteilt in vier Themenbereiche: LEBEN – Familie und Freunde / HELLERAU UND DRESDEN / WELT – Reisefotos /KRIEG.
Die Aufnahmen machen Hellerau und seine (Hoch)Zeit erlebbar und regen dazu an, über das gesellschaftliche Kleinklima und den Alltag im "Reformprojekt Hellerau" nachzudenken. Der Ausstellungstitel STICH PUNKT HELLERAU fasst alles zusammen, was mit, durch und über Rudolf Stich gesagt werden kann: Wir nehmen den Stichpunkt "Hellerau" auf, den Namen des Fotografen und im PUNKT sogar die kreisförmige Linse, die für Stich damals und für uns heute das Guckloch in seine Welt war und ist.
Die Ausstellung und eine begleitende Publikation sind eine Kooperation des Vereins Bürgerschaft Hellerau e.V., der Deutschen Fotothek, des Fördervereins Weltkulturerbe Hellerau e.V. und der Deutschen Werkstätten.

Das heute bekannte fotografische Werk von Rudolf Stich umfasst 198 Glasplatten-Negative sowie 78 Kunststoff-Negative in unterschiedlichen Formaten, die 2017 vom Verein Bürgerschaft Hellerau e.V. and die Deutsche Fotothek übergeben worden sind. Der Rest seines Werkes ist unbekannt und muss - Stand heute - als verschollen angesehen werden.

Bansin Sommer 1946

Fotografien von Abraham Pisarek aus der Deutschen Fotothek

Insel Usedom, Villa Irmgard, Maxim-Gorki-Straße 13, 17424 Heringsdorf, 17. Juni bis 13. August 2017, Di/Do/Fr/Sa 12.00 bis 16.00 Uhr, Sonntag nach Vereinbarung

Die Ausstellung zeigt 60 Fotografien Berliner Fotografen Abraham Pisarek (1901-1983), der mit seiner Familie im August und September 1946 seinen Urlaub in Bansin verbrachte. Die Bilder zeigen ein Kinderferienlager für Stadtkinder am Langenberg, Jugendliche auf einem Schiffswrack am Bansiner Strand, Fischer bei ihrer Arbeit, die Fischerhütten, Wahlgänger bei der Kommunalwahl am 15. September 1946 im Bansiner Warmbad, Kinder am Strand und Bauern bei der Getreideernte.
Während einige Fotografien die ärmliche Landbevölkerung zeigen, die Kinder laufen entweder barfuß oder in übergroßen Schuhen, dokumentieren die Strandbilder eine gänzlich andere Welt. Hier sitzen zwei Urlauberkinder in ihre Bilderbücher versunken im Strandkorb, da plauschen zwei Teenager am Meeressaum und die Tochter des Fotografen posiert neckisch für den Papa.
Alles in allem eine unglaubliche Normalität im Jahr 1 nach dem 2. Weltkrieg. Komplettiert wird die Ausstellung mit zeitgenössischen Presseberichten.
Ausstellung in Kooperation des Eigenbetriebs Kaiserbäder Insel Usedom und der Deutschen Fotothek.

Der Große Sprung nach vorn

China 1959 - eine Fotoreise von Wolfgang G. Schröter

Industrie- und Filmmuseum Wolfen, Chemiepark Bitterfeld-Wolfen, Areal A, Bunsenstrasse 4, 06766 Bitterfeld-Wolfen , 29. April bis 18. Juni 2017, Dienstag bis Sonntag: 10 bis 16 Uhr

1959 reiste der Fotograf Wolfgang G. Schröter, dessen umfangreicher fotografischer Nachlass sich in der Deutschen Fotothek befindet, im Auftrag der DDR-Illustrierten "Freie Welt" nach China. Im Reich der Mitte fand zu dem Zeitpunkt die Massenkampagne "Der Große Sprung nach vorn" statt. China sollte binnen weniger Jahre in einen modernen Industriestaat umgewandelt werden. Auf beeindruckende Weise dokumentieren Schröters Fotografien die Aufbruchsstimmung und das Alltagsleben der Chinesen zu jener Zeit. Zudem stellt die Ausstellung den Besuch Schröters in einen historischen Kontext. ie Beziehungen zwischen DDR und der VR China sowie das desaströse Ende des "Großen Sprungs nach vorn" werden beleuchtet, die Arbeitsweise Schröters veranschaulicht.

Exhibitions 2016

"Die Kamera gönnte mir keine Ruhe" - Fotografien von Richard Peter sen.

Ausstellung in Kooperation mit der Elbhang-Photo-Galerie

SLUB Dresden, Foyer, Zellescher Weg 18, 01069 Dresden , 21. November 2016 bis 6. Januar 2017

Durch seinen Bildband "Dresden – Eine Kamera klagt an" wurde Richard Peter sen. berühmt. In eindrücklichen Aufnahmen hatte er das zerstörte Dresden dargestellt. Sein Werk gestaltet sich jedoch weit umfangreicher und vielfältiger.

Als Würdigung zum 40. Todestag im Jahr 2017 haben die Deutsche Fotothek und die Elbhang-Photo-Galerie einen Kalender mit bislang weitgehend unbekannten Motiven herausgegeben.

In der Ausstellung werden einige weitere bekannte und unbekannte Fotografien präsentiert, die Peter als einen an der Bildsprache des "Neuen Sehens" geschulten Dokumentaristen zeigen.

Familienporträts. Fotografien (1973-1993) von Christian Borchert

Ausstellung in Kooperation mit der Deutschen Fotothek und dem Lehmstedt-Verlag Leipzig

GLEIMHAUS - Museum der deutschen Aufklärung , Domplatz 31, 38820 Halberstadt, 10. November 2016 bis 8. Januar 2017

Christian Borchert (1942–2000) fotografierte seine ersten "Familienbilder" in den 70er-Jahren. Später, 1982–1985, entstand nach einem wohlüberlegten Konzept eine umfangreiche Serie, in der er mehr als 130 Familien in verschiedenen Regionen der DDR, aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Berufen in ihrem heimischen Umfeld porträtierte. Diese Blicke in die Wohnzimmer, in die Privatsphäre ostdeutscher Familien, offenbaren, wie die Menschen aussahen, wie zuversichtlich, entschlossen, heiter oder verbittert sie waren, welche Kleidung sie trugen, was ihnen wichtig war, was sie trennte und verband.

Zehn Jahre danach besuchte Borchert viele Familien ein zweites Mal und fotografierte sie – nach dem Untergang der DDR und dem beginnenden Wandel – erneut. So eröffnet die Gesamtschau von Borcherts Familienporträts dem Betrachter das Panorama einer vergangenen Zeit. Die Fotografien sind, wie es Borchert absichtsvoll wollte, Dokumente seiner fotografischen Annäherung an die Wirklichkeit ohne Übertreibung und Effekte. Sie sind zugleich, nachdem Jahrzehnte ins Land gingen, einzigartige Zeugnisse der Geschichte.

Fernsehbericht: MDR artour, 08.12.2016 (ab 26').


Aus den Archiven II

Wolfgang G. Schröter - Das große Color-Praktikum

In Kooperation mit dem LVR-LandesMuseum Bonn und der Stiftung F.C. Gundlach im Rahmen des Archivs der Fotografen

LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn, 28. April bis 26. Juni 2016

Wolfgang G. Schröter zählt zur ersten Nachkriegsgeneration professioneller Farbfotografen in Deutschland.

Mitte der 1950er Jahre etabliert er sich als freier Bildjournalist im Auftrag der kulturpolitischen Außendarstellung der DDR. Mit seinen avantgardistischen, ästhetisch und technologisch herausragenden Farbaufnahmen werben seit Mitte der 1960er Jahre international operierende foto-optische Unternehmen wie AFGA/ORWO in Wolfen und Carl Zeiss in Jena. Finanzielle und ideologische Beschränkungen seitens der Auftraggeber waren kaum gegeben. Seine Erfahrungen und sein technisches Know-how legte der Fotograf und Dozent 1966 im international vielbeachteten Standardwerk „Das Große Color-Praktikum“ nieder.

Schröters Umgang mit der angewandten und der Wissenschaftsfotografie – zunächst analog, schon seit Beginn der 1970er Jahre auch auf Basis elektronischer Bilderzeugung – erweist sich als visionäre Bildleistung. Er antizipiert eine Medienkunst, deren Ausmaß erst mit der digitalen Revolution um die Jahrtausendwende ihre ganze Tragweite entfaltet. In seinem freien Umgang mit Farbe, Fläche und Kontur unter Verwendung von fotografischen Verfahren wie Fotogramm und Strobo-Chromatographie erzeugt er visuell eindrucksvolle Abstraktionen. Er adaptiert verschiedene prä-digitale Verfahren elektronischer Bildauswertung auf die Akt- oder Portraitfotografie und überträgt wissenschaftliche und astronomische Motivwelten in die Werbe- und Kunstfotografie.

Seine farbfotografischen Arbeiten in Werbedruckschriften, Zeitschriften und auf Messeständen entsprechen der Ästhetik der westlichen Industrie- und Wissenschaftsfotografie der Zeit und finden als solche dennoch Eingang in den Bildkanon der künstlerischen Fotografie in der DDR.

Mit den Werken Wolfgang G. Schröters aus den Archiven der Deutschen Fotothek erhalten wir in der Ausstellung die seltene und spannende Möglichkeit in äußerst komplexe, sowohl analoge als auch elektronische Prozesse der Bilderzeugung Einblick zu nehmen. Vor allem aber sehen wir einen Meister der frühen, kreativen und experimentellen Farbfotografie bei der Arbeit.

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation in Form einer Archivbox mit einer 64seitigen Begleitbroschüre und 20 qualitätvollen Prints auf Cromolux 200g-Papier. 50 Vorzugsexemplare enthalten zusätzlich ein Diapositiv.


Familienbilder 1974-1994. Fotografien von Christian Borchert

Eine Ausstellung von meinhardt medien in Zusammenarbeit mit der Deutschen Fotothek und dem Lehmstedt Verlag Leipzig

Rohnstock Biografien, Schönhauser Allee 12 (Eingang Saarbrücker Straße), 10119 Berlin, 28. Januar bis 30. Juni 2016

Christian Borchert (1942–2000) fotografierte seine ersten "Familienbilder" in den 70er-Jahren. Später, 1982–1985, entstand nach einem wohlüberlegten Konzept eine umfangreiche Serie, in der er mehr als 130 Familien in verschiedenen Regionen der DDR, aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Berufen in ihrem heimischen Umfeld porträtierte. Diese Blicke in die Wohnzimmer, in die Privatsphäre ostdeutscher Familien, offenbaren, wie die Menschen aussahen, wie zuversichtlich, entschlossen, heiter oder verbittert sie waren, welche Kleidung sie trugen, was ihnen wichtig war, was sie trennte und verband.

Zehn Jahre danach besuchte Borchert viele Familien ein zweites Mal und fotografierte sie – nach dem Untergang der DDR und dem beginnenden Wandel – erneut. So eröffnet die Gesamtschau von Borcherts Familienporträts dem Betrachter das Panorama einer vergangenen Zeit. Die Fotografien sind, wie es Borchert absichtsvoll wollte, Dokumente seiner fotografischen Annäherung an die Wirklichkeit ohne Übertreibung und Effekte. Sie sind zugleich, nachdem Jahrzehnte ins Land gingen, einzigartige Zeugnisse der Geschichte. In dieser Ausstellung sind sie zu sehen: erste Familienporträts der 70er-Jahre, Fotografien der konzeptionellen Serie der 80er-Jahre und Bildpaare mit einer Gegenüberstellung von Aufnahmen aus den 80er- und 90er-Jahren.

Die Ausstellung ist zugänglich bei allen Veranstaltungen oder nach Vereinbarung.
Kontakt: Christina Meinhardt, Tel. 030 4258411, Mobil: 0176 23268808, E-Mail: info@meinhardt-medien.de

Exhibitions 2015

Aus den Archiven I

1945 – Köln und Dresden. Fotografien von Hermann Claasen und Richard Peter sen.

In Kooperation mit dem LVR-LandesMuseum Bonn und der Stiftung F.C. Gundlach Hamburg im Rahmen des Archivs der Fotografen

Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Strasse 2, 01067 Dresden, 4. Juli bis 27. September 2015
LVR-LandesMuseum Bonn, Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn, 19. März bis 7. Juni 2015

Zwei Fotobücher prägen bis heute unsere Wahrnehmung der zerstörten deutschen Städte des zweiten Weltkriegs: Hermann Claasens (1899-1987) "Gesang im Feuerofen" von 1947 zeigt das zerstörte Köln; Richard Peters (1895-1977) Buch "Dresden, eine Kamera klagt an", 1950 erstmals erschienen, war mit seinen zahlreichen Neuauflagen das erfolgreichste Fotobuch der DDR.

Die Ausstellung zeigt nicht nur die beiden Bücher zugrunde liegenden Vintageprints, sondern rekonstruiert auch die Entstehungsgeschichte beider Bücher und stellt sie vor allem in den historischen Kontext der Erstpublikation: So wird deutlich, dass sich beide Bücher von jeweils ganz unterschiedlicher Perspektive mit dem Schrecken des zweiten Weltkriegs auseinander setzen: Hermann Claasens Buch, das fast ausschließlich Trümmern von Kölner Kirchen zeigt, aus katholisch-rheinischer Sicht, während Richard Peters Buch ganz im Sinne der Politik des kalten Krieges zwar auch Hitlerdeutschland anklagte, aber auch implizit den "angloamerikanischen Imperialismus".

Möglich wird eine solche historische Hinterfragung beider Bücher durch die Ausstellungspartner: Alle drei Institutionen verfügen nicht nur über bedeuten Fotosammlungen, sondern bewahren auch umfangreiches Archivmaterial zu den jeweiligen Fotografen als Grundlage einer vertiefenden Erfoschung auf.

Die Ausstellung begründet eine jährliche Ausstellungsreihe der Kooperationspartner aus den jeweiligen Archivbeständen.

Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation in Form einer Archivbox in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen. 50 Vorzugsexemplare enthalten zusätzlich zwei Handabzüge von Originalnegativen beider Fotografen.

Mit freundlicher Unterstützung der Kunststiftung NRW


Fernsehen, Rundfunk und Presse:

Christian Borchert - Familienporträts

In Kooperation mit dem Einstein-Forum, Potsdam im Rahmen des Archivs der Fotografen

Einstein-Forum, Am Neuen Markt 7, 14467 Potsdam, 16. April bis 15. Juli 2015
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 16. April 2015, 19 Uhr.

"Oszillierend zwischen zeithistorischem Dokument, sozialhistorischer Bildquelle und eigenständiger künstlerischer Aussage geben die Bilder intime Einblicke in die Privatsphäre ostdeutscher Familien aus unterschiedlichen sozialen Milieus vor und nach der politischen Wende. Zudem deuten sie an, welche soziale Vielfalt und Ungleichheit es in der DDR gab."

(Agneta Jilek, H-Soz-u-Kult, 21. Juli 2014)

Das Auge des Arbeiters - Erinnerungsfotografie und Bildpropaganda um 1930

Stadtmuseum Dresden, 21. März bis 12. Juli 2015
Frühere Stationen: Kunstsammlungen Zwickau, Max-Pechstein-Museum (23. Mai bis 3. August 2014) und Köln, Käthe-Kollwitz Museum (15. August bis 12. Oktober 2014).

Als die ersten Fotografen im 19. Jahrhundert Bilder "mit Licht malten", ahnten sie nicht, dass sie damit am Anfang eines Weges standen, der in die Allgegenwart digitaler Bilder in heutiger Zeit einmünden sollte. Die "Demokratisierung" der Bildproduktion begann im Ersten Weltkrieg, als preiswerte Kameras das Fotografieren erschwinglich werden ließen. Die illustrierte Massenpresse und der Film bildeten die industrialisierten Gegenstücke zu dieser Privatisierung des Blicks. In der Medienmoderne des beginnenden 20. Jahrhunderts entstanden nun erstmals auch Bilder von Arbeitern über Arbeiter: Amateurfotografien, die das eigene Bild vom Alltag in den Familien und Fabriken vermittelten, vom Kampf auf den Straßen und von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft berichteten. Motivwahl, Komposition und Montage wurden von diesen Arbeiterfotografien auf spezifische Art und Weise genutzt. In der Ausstellung werden ihre Aufnahmen aus Sammlungen in Sachsen in Beziehung zu anderen Objekten, Bildern und Symbolen aus dem Arbeitermilieu gesetzt. Hierin wird das Vordringen der Arbeiterschaft in den öffentlichen Raum sichtbar – einem Bereich, in dem sie als Minderprivilegierte bis dahin kaum vertreten gewesen waren.

Die Deutsche Fotothek ist in der Ausstellung mit zahlreichen Aufnahmen von Kurt Beck, Hans Bresler, Kurt Burghardt, Erich Meinhold, Richard Peter sen. und Kurt Winkler vertreten.

Im Rahmen dieser Ausstellung wird im Stadtmuseum Dresden am 27./28. März 2015 die Tagung "Arbeiter | Kultur | Geschichte. Arbeiterfotografie der Weimarer Republik im Museum" durchgeführt. Kooperationspartner, Programm und Anmeldung unter www.isgv.de/arbeiterfotografie/.

Begegnungen - Ein Journalistenleben

Jubiläumsausstellung anlässlich des 90. Geburtstages des Fotografen Gustav Hildedbrand

Synagoge Schlüchtern, 17. April bis 15. Mai 2015.
Ausstellungseröffnung: Freitag, 17. April 2015, 18:00.

Wort und Bild aus einer Hand - so porträtierte der Bildjournalist Gustav Hildebrand, dessen fotografischer Vorlass sich in der Deutschen Fotothek befindet, unzählige Zeitgenossen seit den 50er Jahren des letztes Jahrhunderts, als er seine Karriere als Bildjournalist begann. "Wort und Bild zu einer Einheit zu gestalten, mit dem Bild das zu erhellen, was mit Sprache allein nicht auszudrücken ist, das gibt den Reportagen Hildebrands die unverwechselbare Note", ist im Klappentext des Bildbandes "Begegnungen - Fotografiert und Notiert von Gustav HIldebrand", erschienen 1994 im CoCon Verlag Hanau, zu lesen. Karl Lagerfeld, Elisabeth Flickenschild, Christel Sembach-Krone, Marlies Möller und Sarah Kirsch sind nur einige der Persönlichkeiten, die in Bild und Wort porträtiert wurden.

In der Ausstellung gezeigt werden großformatige schwarz-weiß Fotografien, die als Bildberichte für die Auslandszeitschrift "Scala International" in den 60er bis 80er Jahren angefertigt wurden.

"Von meinem Vater habe ich sehen gelernt!"

Fotografien aus der Nachkriegsgeschichte unserer Stadt von Fritz und Klaus Eschen

In Kooperation mit der Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Berlin im Rahmen des Archivs der Fotografen

Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Berlin-Mitte, Müllerstraße 163, U- und S-Bhf. Wedding, 11. März bis 10. April 2015.
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 11. März 2015, 19:30.

Fritz Eschen (1900 - 1964) und Klaus Eschen (*1939), Vater und Sohn, haben mit ihren Fotografien Berliner Stadtgeschichte geschrieben. Beide waren Flaneure, sie durchwanderten die sich alltäglich verändernde Stadt, in der sie zu Hause waren und die sie liebten. Mit ihrer Kamera wurden sie zu bewunderten Chronisten Berlins.
Der Sohn sagt von seinem Vater, er war für mich der beste Fotograf der Welt. Fritz Eschen begann in der Weimarer Republik als Pressefotograf. Seine Bildreportagen wurden berühmt. Als Jude durfte er ab 1938 nicht einmal mehr eine Kamera besitzen. Er wurde zur Zwangsarbeit eingesetzt. Viele Mitglieder seiner Familie wurden ermordet. Nach der Befreiung Deutschlands 1945 griff er sofort wieder zur Kamera und beschrieb das Überleben im zerstörten Berlin. Seine Fotografien der Jahre 1945 bis 1955 sind in dem Bildband "Berlin unterm Notdach" dokumentiert (Lehmstedt Verlag, Leipzig, Zweite Auflage, 2013).
Klaus Eschen, Jurist, wurde bekannt als Mitgründer des "Sozialistischen Anwaltkollektivs" 1969. Diesem Zusammenschluss Berliner Rechtsanwälte ging es in den 1970er Jahren darum, "die Grundsätze des Rechtsstaats in den juristischen Alltag zu holen". Die Fotografien von Klaus Eschen entstanden neben seinem beruflichen Engagement als Anwalt und Berliner Verfassungsrichter. In ihrer Nüchternheit, ihrer Spontaneität und ihrer Genauigkeit folgen sie der künstlerischen Ausstrahlung der Bilder seines Vaters. Beide geben in schwarz/weiß ein Bild der Geschichte Berlins, das uns bewegt.
Peter von Becker schreibt im Tagesspiegel (30. April 2011): "Klaus Eschen ist Jurist, ein Anwalt der deutschen Zeitgeschichte, dazu ein Fotograf - von Kindesaugen an. Denn sein Vater Fritz Eschen war bis 1933 einer der besten Fotoreporter Berlins, wurde von den Nazis verfolgt, überlebte und hatte wieder Erfolg".

Exhibitions 2014

Christian Borchert – Familienporträts 1974-1994

EINEARTGALERIE, Seebadallee 50, 15834 Rangsdorf
Eröffnung am Sonntag, 26. Oktober 2014, 16 Uhr
Ausstellung vom 26. Oktober bis 21. Dezember 2014
Mi – Fr + So 14 – 18 Uhr

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der bekannten Familienporträts des Fotografen Christian Borchert (1942 – 2000) aus der Deutschen Fotothek. Er fotografierte seine ersten "Familienbilder" in den 70er Jahren. Später, 1982 – 1985, entstand nach einem wohlüberlegten Konzept eine umfangreiche Serie, in der er mehr als 130 Familien in verschiedenen Regionen der DDR, aus unterschiedlichen sozialen Milieus und Berufen in ihrem heimischen Umfeld porträtierte. Diese Blicke in die Wohnzimmer, in die Privatsphäre ostdeutscher Familien, offenbaren, wie die Menschen aussahen, wie zuversichtlich, entschlossen, heiter oder verbittert sie waren, welche Kleidung sie trugen, was ihnen wichtig war, was sie trennte und verband. Zehn Jahre danach besuchte Borchert viele Familien ein zweites Mal und fotografierte sie – nach dem Untergang der DDR und dem beginnenden Wandel – erneut. So eröffnet die Gesamtschau von Borcherts Familienporträts dem Betrachter das Panorama einer vergangenen Zeit. Die Fotografien sind, wie es Borchert absichtsvoll wollte, Dokumente seiner fotografischen Annäherung an die Wirklichkeit ohne Übertreibung und Effekte. Sie sind zugleich, nachdem Jahrzehnte ins Land gingen, einzigartige Zeugnisse der Geschichte.

In der EINEARTGALERIE sind in diesem Herbst, da sich der Fall der Mauer zum 25. Mal jährt, 38 Bilder zu sehen: erste Familienporträts der 70er Jahre, Fotografien der konzeptionellen Serie der 80er Jahre und Bildpaare mit einer Gegenüberstellung von Aufnahmen aus den 80er und 90er Jahren. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit des Fotografie Rangsdorf e.V. mit der Deutschen Fotothek der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und dem Lehmstedt Verlag Leipzig. Zur Eröffnung spricht der Berliner Schriftsteller Richard Pietraß. Musik: Gunther Krex, Solo Bass.
Der 2014 im Lehmstedt Verlag Leipzig erschienene Bildband mit Familienporträts von Christian Borchert liegt in der Ausstellung vor.

"Wahnhaftes Erfinden": Die technischen Visionen des Karl Hans Janke

SLUB Dresden, Bereichsbibliothek DrePunct, Zellescher Weg 17, 01069 Dresden
Ausstellung vom 18. November 2014 bis Oktober 2015
Montag bis Samstag 09:00 bis 20:00 Uhr

Hochfliegende Raumfahrt-, Atom- und Automatisierungsvisionen revitalisierten seit den 1950er Jahren die Popularisierung von Zukunftstechnik. Selbst die Psychiatrische Landesanstalt Hubertusburg blieb von diesen Zeitströmungen nicht unberührt: Karl Hans Janke (1909–1988) entwarf in den fast vier Jahrzehnten, die er in Wermsdorf wegen "chronisch paranoider Schizophrenie" verbrachte, tausende Fahr- und Flugzeuge, Raumschiffe und Triebwerke, Energiekonzepte und elektrische Geräte. Der begabte Zeichner und Konstrukteur bastelte zahlreiche Modelle und arbeitete an einer alternativen Entwicklungsgeschichte des Menschen, die er in seine Kosmologie einbettete. Dazu hielt er Vorträge und korrespondierte mit Betrieben und staatlichen Stellen.

In ihrem Janke-Archiv verwahrt die Deutsche Fotothek etwa 3500 Digitalisate der Janke-Zeichnungen. Aus diesem Fundus wurde in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der TU Dresden eine Ausstellung erarbeitet, in der weniger nach der Umsetzbarkeit technischer Ideen gefragt wird, sondern vielmehr auf die zahlreichen Anregungen hingewiesen wird, die Janke aus seinem Dialog mit einer Gesellschaft bezog, die ihn ausschloss.

Der Kurfürstendamm Dresdens. Die Prager Straße in Fotografien 1871 bis 2013

Buchmuseum der SLUB Dresden, 26. Juni bis 29. September 2014, täglich 10 bis 18 Uhr

Die von Katrin Nitzschke und Perk Loesch kuratierte Ausstellung präsentiert Fotografien der Prager Straße aus 142 Jahren – ein Spiegelbild deutscher Geschichte.

Die Prager Straße ist für Dresdner Verhältnisse relativ jung. Sie entstand als Anbindung der Stadt an den Eisenbahnverkehr binnen weniger Jahre und entwickelte sich zur Prachtmeile Dresdens.

Am 13. Februar 1945 endete abrupt die Exklusivität. Die Straße brannte im Bombenhagel völlig aus. 20 Jahre lang war sie Brachland, denn die Stadt entschloss sich, die „Prager“ komplett zu enttrümmern, obwohl viele Gebäude hätten rekonstruiert werden können – eine Entscheidung, die leider nicht einmalig in Dresden war.

Erst 1965 wurde der Neuaufbau in Angriff genommen. Es entstand eine großzügig gestaltete Fußgängerzone, die aber nie fertig gebaut wurde.

Im Oktober 1989 wurde die Prager Straße zum Ort deutscher Geschichte. Ausreisewillige DDR-Bürger, die in der Prager Botschaft Zuflucht gefunden hatten, reisten über Dresden in die Bundesrepublik aus. Viele Dresdner strebten zum Hauptbahnhof und wurden von Polizei und Armee mit brutaler Gewalt auseinander getrieben. Der »Gruppe der 20« gelang es, mit der Polizei und später mit dem Dresdner Oberbürgermeister Berghofer zu verhandeln und ein gewaltfreies Ende der Auseinandersetzungen zu erreichen.

SportBilder. Fotografien der Bewegung

ALTANAGalerie Dresden, 12. Mai bis 12. Juli 2014, Vernissage: Freitag, 9. Mai 2014, 19 Uhr

Die Ausstellung bietet einen Überblick über mehr als 100 Jahre Sportfotografie und ihre Ästhetik. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Kraft und Geschwindigkeit, sondern auch um Grazie und Harmonie menschlicher Bewegungsabläufe. Darüber hinaus vermögen die Fotografien auch die gesellschaftspolitischen und kulturellen Dimensionen von Sport zu visualisieren.

Eine Ausstellung der UNIVERSITÄTSSAMMLUNGEN.KUNST+TECHNIK der TU Dresden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Fotothek

Earlie Exhibitions

Inger Sørensen - Eine Dänin sieht Dresden

Fotografien 1967-2012

SLUB Dresden, Galerie am Lesesaal, 25. April bis 9. September 2012

Als Fotografin ist Inger Sørensen eine Autodidaktin. Sie fotografierte bei ihrem ersten Dresden-Besuch 1967 die noch in weiten Teilen zerstörte Stadt und ist seither in immer engeren Intervallen zurückgekehrt, um vor allem die Baufortschritte zu verfolgen. Mehr als 6000 Aufnahmen sind so im Laufe der Jahre entstanden, eine Auswahl hat sie der Deutschen Fotothek überlassen.

Fritz Eschen. Berlin unterm Notdach

Fotografien 1945 bis 1955 aus der Deutschen Fotothek.

c/o Berlin - International Forum For Visual Dialogues, 7. Mai bis 19. Juni 2011

Impressionen von der Ausstellungseröffnung am 6. Mai 2011.

Kapitulation, Stunde Null, Berlin in Trümmern. Der Tiergarten abgeholzt, die Gedächniskirche zerbombt, das Nicolai Viertel eine Ruinenlandschaft, der Lehrter Bahnhof voller Flüchtlinge – und langsam hält der Alltag Einzug in das Leben der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Neuanfang ist geprägt von Arbeitslosigkeit und sozialem Elend, Handel und Schwarzmarkt, Besatzern und Besiegten. Fritz Eschen erkundet das Leben und Überleben im zerstörten Berlin seit 1945 und lässt keinen Bereich des öffentlichen Lebens aus. Seine Fotografien sind wichtige zeithistorische Dokumente frei von jeglichem Pathos und Dogmatismus und eben aufgrund ihrer unspektakulären Motive einzigartig.

Una luz dura, sin compasión. Movimiento de la fotografía obrera 1926– 1939

A Hard, Merciless Light. The Worker Photography Movement, 1926-1939

Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, 6. April bis 22. August 2011

Sozialkritik in dokumentarischen Bildern? Aufklärung, Anklage, politische Veränderung mit den Mitteln der Kamera? All das war in den letzten drei Jahrzehnten nicht wirklich gefragt. Es ist dem spanischen Fotohistoriker Jorge Ribalta zu verdanken, dass die jahrelang in Vergessenheit und teilweise auch in Misskredit geratene Tradition der Arbeiterfotografie erneut ins Blickfeld gerückt wird. Diese große international angelegte Ausstellung zur Arbeiterfotografiebewegung in Europa und den USA stellt kenntnis- und detailreich wichtige Protagonisten, Gruppierungen und Medien der internationalen Arbeiterfotografiebewegung vor. Zusammengetragen wurden weit verstreute und teilweise schwer zugängliche Originalfotos, aber auch Pamphlete, Zeitungen, Zeitschriften, Publikationen, Bücher usw. aus zehn Ländern, darunter zwölf Prints von Hans Bresler aus der Deutschen Fotothek.
Den von Jorge Ribalta herausgegebenen englischsprachigen Begleitband zur Ausstellung (TF.Editores, Madrid) hat Anton Holzer in Fotogeschichte 127 (2013) rezensiert.

Akt

Roger Rössing - Günter Rössler
Ausstellung aus Anlass des 85. Geburtstages des Leipziger Fotografen Günter Rößler und in memoriam des 2006 verstorbenen Fotografen Roger Rössing.

Denkmalschiede Höfgen, 6. März bis 8. Mai 2011

Im Oktober 2009 erinnerte die Studiogalerie mit Ausstellung und Symposium an das an das 1. Aktpleinair 1979 in Höfgen. Bei diesem Pleinair traten das Fotografenehepaar Roger und Renate Rössing vor allem als Dokumentaristen in Erscheinung. Bei der Sichtung des Rössing-Nachlasses in der Deutschen Fotothek in Dresden stellte sich überraschend heraus, dass dieses Pleinair Roger Rössing auch zu umfangreichen experimentellen Auseinandersetzungen mit dem Thema Aktfotografie angeregt hat.
In Kooperation mit der Deutschen Fotothek und der Rössing-Stiftung werden diese größtenteils bislang unveröffentlichten Arbeiten Roger Rössings anlässlich seines 5. Todestages in der Ausstellung und mit einer Katalogpublikation vorgestellt.

Roger Rössing | Aktfotografie
Denkmalschmiede Höfgen – Edition Wæchterpappel
ISBN: 978-3-933629-319

"Sich ein Bild machen"

Medium Fotografie, gestern – heute – morgen

Ausstellung des Sächsischen Fotoverbandes e.V. im Bürgerfoyer des Sächsischen Landtages, 16. März bis 11. April 2011,

Unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Dr. Matthias Rößler werden mehr als 100 fotografische Blätter aus einem reichlichen Jahrhundert Fotografiegeschichte gezeigt. Beginnend mit Aufnahmen von Ermenegildo Antonio Donadini aus der Deutschen Fotothek, über wiederentdeckte Aufnahmen eines Colditzer Amateurfotografen aus den 20er und 30er Jahren, über klassische und moderne Arbeiterfotografie bis hin zu jüngsten Aufnahmen von Gerhard Weber entfaltet sich ein breites Spektrum Sächischer Fotografie.

Bilder machen

Fotografie als Praxis

Eine Ausstellung der UNIVERSITÄTSSAMMLUNGEN KUNST+TECHNIK der TU Dresden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Fotothek

ALTANAGalerie Dresden, 24. April bis 17. Juli 2010

Die Ausstellung Bilder machen führt Fotografie als vielgestaltige kulturelle Praxis vor Augen. Dabei werden sowohl Prozesse der Bilderzeugung wie auch Formen des Bildgebrauchs in den Blick genommen. Fotografie wird damit nicht allein als künstlerische Ausdrucksform, sondern vor allem auch als flexibles und pragmatisches Medium erfahrbar.

Nahezu alle Exponate stammen aus der Deutschen Fotothek, deren Bestände insgesamt mehr als 3.000.000 Aufnahmen umfassen. Auch wenn die Ausstellung nur einen verschwindend geringen Bruchteil dieser Bildermasse sichtbar werden lässt, soll doch der umfassende und welthaltige Charakter dieses faszinierenden Bildarchivs in der Präsentation anschaulich werden. Gezeigt werden u.a. Aufnahmen von Karl Blossfeldt, Christian Borchert, Hugo Erfurth, Fritz Eschen, Oswald Lübeck, Eugen Nosko, Richard Peter sen., Evelyn Richter sowie Roger und Renate Rössing.

Die in der Fotothek verwahrten Nachlässe bieten die Chance, immer wieder auch einen Blick in die "Werkstatt" der Fotografen zu erhaschen – anhand von Kontaktbögen, Probestreifen und alternativen Bildversionen, die von den Bildautoren eigentlich nicht zur Veröffentlichung vorgesehen waren. Neben den Fotos an der Wand werden zudem auch Bücher, Zeitschriften, Broschüren, Werbemappen, Postkarten und Alben als Bildträger gezeigt.

Da die Fotothek in erster Linie Negative sammelt, wurden zahlreiche Abzüge extra für diese Schau angefertigt. Das "Bilder machen" bezieht sich also auch auf die Ausstellung selbst, die dafür sensibilisieren möchte, dass das fotografische Negativ ein Bildspeicher ist, der sich in immer neuen und anderen – analogen oder auch virtuellen – Medien verkörpern kann.

Die Ausstellung wird von einer öffentlichen interdisziplinären Ringvorlesung begleitet ( Programm-Flyer ). Zudem ist ein reich bebilderter Katalog erschienen.

Impressionen von der Ausstellungseröffnung am 23. April 2010.

Christian Borchert. Mauerbilder

Goethe-Institut Dresden, 6. November 2009 bis 6. Februar 2010,
ab 2. Mai 2011 in modifizierter Form in der Sächsischen Landesvertretung Berlin

2011 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal.
Eine Ausstellung mit Schwarz-Weiß-Fotografien von Christian Borchert erinnert an das Bauwerk, das als "antifaschistischer Schutzwall" am 13. August 1961 errichtet wurde und einst auf einer Länge von 165 Kilometern West-Berlin von Ost-Berlin und dem Brandenburger Umland trennte.

Der in Dresden geborene und viele Jahre in Berlin tätige Fotograf Christian Borchert (1942–2000) war ein Chronist seiner Zeit, dessen Alltagsbeobachtungen und thematische Bildzyklen heute zu unersetzlichen Zeitdokumenten geworden sind. In Berlin bisher weitgehend unbekannt ist seine Werkgruppe zur "Berliner Mauer".

Die zwischen 1963 und 1990 entstandenen Fotografien dokumentieren die Existenz und das Ende des Bauwerkes, das als DAS Symbol für die deutsche Teilung stand und dessen Fall das Ende des Kalten Krieges und die wiedererlangte politische Freiheit bedeuteten. Mit einem sehr persönlichen Blick beschreibt Borchert in diesen Schwarz-Weiß-Fotografien fast 30 Jahre deutsche Geschichte. Es ist die Konzentration auf kleine Details, auf unaufgeregt wie skurril erscheinende Situationen aus dem Umfeld der Berliner Mauer, die den besonderen Reiz der Bilder ausmachen. Ohne Effekthascherei geben sie die Tristesse an dieser innerdeutschen Grenze wider. Der Blick auf Borcherts Fotografien ist heute auch von der Emotionalität der Ereignisse um die Friedliche Revolution 1989/90 geprägt.

Die Sächsische Schweiz in Fotografien von Walter Hahn

Pirna, 11. Juni bis 4. Oktober 2009, verlängert bis 25. Oktober 2009

Parallelausstellung:

SLUB Dresden, Galerie am Lesesaal, 06. April bis 30. September 2009

Walter Hahn (1889-1969) hatte seit seiner Jugend zwei Hobbys: Klettern und Fotografieren. Bei seinen zahllosen Wanderungen und Kletterpartien in der Sächsischen Schweiz konnte er beides aufs Schönste miteinander verbinden. Auch als anerkannter Berufsfotograf blieb er dem Klettersport treu. Im Laufe von drei Jahrzehnten entstanden etwa 2.000 Aufnahmen aus der Sächsischen Schweiz, die einerseits die Schönheit der Landschaft und ihrer Städte und Dörfer im Bild festhalten, andererseits aber auch zahlreiche Erst- und Frühbegehungen der bizarren Felsen des Elbsandsteingebirges dokumentieren.

Akt-Pleinair Höfgen 1979|2009

30 Jahre danach. Fotografien von Eva Mahn, Roger Rössing, Günter Rössler und Volkhard Wilhelm.
Retrospektive und Symposium in der Denkmalschiede Höfgen, 29. August bis 27. September 2009, verlängert bis 29. November 2009

Anläßlich der Ausstellung hat die Denkmalschmiede Höfgen gGmbH unter Verwendung von Negativen von Renate und Roger Rössing aus der Deutschen Fotothek einen Film erstellt.

Mit der Kamera um die Welt. Oswald Lübeck - ein Bordfotograf aus Kospa

Stadtmuseum Eilenburg, 16. Mai bis 30. August 2009

Von 1904-1914 bereiste Oswald Lübeck im Dienst der Hapag-Lloyd „fernste Länder“ und fremde Regionen. An Bord der Luxusdampfer dokumentierte der Berufsfotograf die Weltreisen, Nordland- und Mittelamerikafahrten der berühmten Großreederei.

Seine Aufnahmen zeigen das mondäne Interieur der Luxusdampfer und das herrschaftliche Leben der Oberschicht an Bord. Gleichzeitig geben seine Bilder den neugierig-naiven Blick eines Fotografen preis, der exotische Landschaften, Menschen und Kulturdenkmäler selbst entdeckt.

Die Exponate aus der Sammlung der Deutschen Fotothek spannen den Bogen von der Bord- und Hochseefotografie bis hin zur Porträt-, Stadt- und Landschaftsfotografie. In ihnen spiegelt sich auf ebenso eindrucksvolle wie zwiespältige Weise die visuelle, räumliche und technische Erkundung der Welt sowie der imperiale Expansionsdrang der Industrieländer in der Kolonialzeit. Gezeigt werden 150 faszinierende zeithistorische Dokumente der frühen Reisefotografie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Zwischen Schankwirtschaft und Ballsaal

Bilder aus dem Verlag A. & R. Adam

SLUB Dresden, Galerie am Lesesaal, 15. Januar bis 30. Juni 2008

[Zum Online-Katalog]

Besonders begehrt waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Postkartenmotive mit Innen- und Außenaufnahmen von Restaurants, Schankwirtschaften und Ballhäusern. Präsentiert werden 68 großformatige Bilder aus der reichen sächsischen Gastronomielandschaft, insbesondere aus Dresden und Umgebung.

Christian Borchert – Familienporträts

Uelzen, Wassermühle am Schloss Holdenstedt, 11. Juni bis 30 Juli 2006

In 150 Bildern um die Welt

Aufnahmen des Bordfotografen der Hapag-Lloyd, Oswald Lübeck (1883-1935) aus der Deutschen Fotothek

SLUB Dresden, Galerie am Lesesaal und Deutsche Fotothek, 14. April bis 30. Juni 2007

Von 1904-1914 bereiste Oswald Lübeck im Dienst der Hapag-Lloyd „fernste Länder“ und fremde Regionen. An Bord der Luxusdampfer dokumentierte der Berufsfotograf die Weltreisen, Nordland- und Mittelamerikafahrten der berühmten Großreederei.

Seine Aufnahmen zeigen das mondäne Interieur der Luxusdampfer und das herrschaftliche Leben der Oberschicht an Bord. Gleichzeitig geben seine Bilder den neugierig-naiven Blick eines Fotografen preis, der exotische Landschaften, Menschen und Kulturdenkmäler selbst entdeckt.

Die Exponate aus der Sammlung der Deutschen Fotothek spannen den Bogen von der Bord- und Hochseefotografie bis hin zur Porträt-, Stadt- und Landschaftsfotografie. In ihnen spiegelt sich auf ebenso eindrucksvolle wie zwiespältige Weise die visuelle, räumliche und technische Erkundung der Welt sowie der imperiale Expansionsdrang der Industrieländer in der Kolonialzeit. Gezeigt werden 150 faszinierende zeithistorische Dokumente der frühen Reisefotografie zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Trümmer, Träume, Alltag

SLUB Dresden, Galerie am Lesesaal und Deutsche Fotothek, 1. August bis 11. November 2006

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Mit der Ausstellung zeigt die Deutsche Fotothek erstmals ihr größtes Einzelarchiv.

Der Nachlass des "Dresdner Bilderdienstes" der Fotografen Erich Höhne und Erich Pohl umfasst rund 363.000 Fotografien, entstanden zwischen 1945 und 1990. Pars pro toto spiegelt sich in den Aufnahmen das politische und gesellschaftliche Leben von der Nachkriegszeit über die Staatsgründung der DDR bis hin zum Fall der Mauer wider.

Bücher und ihre Leser

SLUB Dresden, Galerie am Lesesaal und Deutsche Fotothek, 15. Februar bis 11. April 2006

In Begleitung des 95. Deutschen Bibliothekartages, der vom 21. bis 24. März 2006 in Dresden stattfindet, präsentiert die Deutsche Fotothek eine Foto-Ausstellung aus ihren Beständen.

Fotografien zum Thema "Bücher und ihre Leser" ausgerechnet in einer Bibliothek zu präsentieren, mag den Verdacht aufkommen lassen, "Eulen nach Athen" tragen zu wollen - denn Bücher und ihre Leser sind in diesem Hause allgegenwärtig, wohin man auch schaut...

Else Seifert

Architektur-Fotografin in Dresden

Online-Ausstellung

[Zum Online-Katalog]

Mit dem zunehmenden Interesse, das die Fotografie der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts in den letzten Jahren gefunden hat wie auch unter dem Aspekt einer Geschichte der Frauenfotografie sind die Aufnahmen von Else Seifert immer mehr ins Blickfeld gerückt, so dass aus Anlaß des 125. Geburtstages der "Dresdner Altmeisterin der Lichtbildkunst" - so ihr Ruf schon im Jahre 1949 - begonnen wurde, den gesamten schriftlichen und fotografischen Nachlass für eine Benutzung durch das Internet zu erschließen.


Die Frauenkirche

30 historische Aufnahmen aus der Fotothek

Villa Eschebach, Dresden, 3. bis 26. August 2005
und weitere Stationen

[Zum Online-Katalog]

Aus Anlaß des 60. Jahrestages der Zerstörung Dresdens und gleichzeitig im Jahr der Fertigstellung des Wiederaufbaus der Frauenkirche präsentiert die Deutsche Fotothek, unterstützt von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der SLUB e.V., dreißig Aufnahmen der Frauenkirche aus ihrem umfangreichen Bestand.


Dresdner Elbe-Ansichten

SLUB Dresden, Buchmuseum, 21. August 2003 bis 9. Februar 2004

Ein Jahr nach der 'Jahrhundert-Flut' gehören Flößerei, Elbebäder und Schiffbau ebenso zu den Themen wie Schifffahrt, Niedrigwasser, Häfen, Luftfahrt und Brücken.

Etha Richter

Eine Dresdner Bildhauerin im 20. Jahrhundert

SLUB Dresden, Juli 2003, Kabinettausstellung

Im Œuvre von Etha Richter (1883-1977), der als Frau ein Studium an der Kunstakademie verwehrt wurde, dominierte das Thema Tier, und hier fand sie Ausdrucksformen für alle Daseinsweisen zwischen Aufwachsen und Alter, Ruhe und Kampf, Schönheit und Verfall.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch das Werk dieser Künstlerin, deren Nachlaß sich größtenteils in der SLUB befindet.

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